Draußen vor der Tür

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Wolfgang Borchert

Draußen vor der Tür

Schauspiel von Wolfgang Borchert
Das Stück, das bei der Uraufführung 1947 den Untertitel besaß: "Ein Stück, das kein Theater spielen und kein Publikum sehen will", wurde ein großer Erfolg und machte den bis dahin unbekannten jungen Kriegsheimkehrer Wolfgang Borchert schlagartig berühmt. Mit dem Schicksal des heimgekehrten, verwundeten Soldaten Beckmann, der nichts mehr vorfindet, wie es einmal war, konnten sich viele unmittelbar nach der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs identifizieren. Von seiner Frau verlassen, heimatlos, von Krieg und Gefangenschaft aller Kraft und Hoffnungen beraubt, beschließt er, seinem Leben ein Ende zu setzen. Als er daran kläglich scheitert, sieht er sich gezwungen, im Leben Fuß fassen zu müssen, aber alle seine Versuche schlagen fehl.

Das inzwischen über 60 Jahre alte Theaterstück ist heute aktueller denn je. Trotz der längsten Friedenszeit, die es auf deutschem Boden jemals gab, gibt es immer mehr Soldaten, die weltweit aus fernen Kriegen heimkehren und mit ihrem Schicksal zurecht kommen müssen. Regisseur Christian Schidlowsky beschreibt in seiner Konzeption, dass "die Resignation nach dem ungehört verhallten Aufschrei" in Borcherts Anti-Kriegsstück inzwischen eine "noch größere, tiefere und beklemmendere Wirkung angesichts der aktuellen Kriege in unserer Welt" erhalten hat. Borchert schrieb, unheilbar krank, innerhalb einer Woche mit "Draußen vor der Tür" das deutsche Drama der unmittelbaren Nachkriegszeit. Es wurde am 21. November 1947, einen Tag nach Borcherts Tod, in den Hamburger Kammerspielen uraufgeführt.

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