Ein Blick in die jüdische Geschichte der Stadt Fürth
Die Stadt Fürth feiert im Jahr 2007 ihr 1000-jähriges Gründungsjubiläum. Dies ist auch ein Anlass, sich ihrer besonderen Geschichte zu besinnen: Seit dem Mittelalter lebten zahlreiche Juden in der Stadt, prägten und bereicherten das kulturelle und soziale Leben nachhaltig. Fürth wurde einmal als das "Fränkische Jerusalem" bezeichnet. Viele jüdische Stiftungen trugen zum Wohl der Stadt bei es entstanden ein Krankenhaus, ein Entbindungshaus, eine Volksbücherei und viele soziale Einrichtungen. Vor 65 Jahren wurden die Juden aus Fürth wie aus allen deutschen und vielen europäischen Städten deportiert und ermordet - in Fürth ist ihre Geschichte vielerorts noch spürbar gegenwärtig.
Auch das 1902 erbaute Stadttheater wurde zu erheblichen Teilen aus privaten Spenden jüdischer Mitbürger finanziert, wurde von ihnen geliebt und als kulturelles Zuhause empfunden. Sie trugen dazu bei, das Theater in der Stadt und bei ihren Bürgern zu verwurzeln - diese liebevolle Verankerung wirkt bis heute.

