Ewig jung
Ein Songdrama von Erik Gedeon
Als Andrew Lloyd Webbers Dauerbrenner "Cats" im Theater an der Wien 1983 zur Uraufführung gelangte, war eine Darstellerin, deren kometenhafter Aufstieg mit der weiblichen Hauptrolle begann, in der Rolle einer vom Leben gezeichneten alten Katze zu sehen. Mit dem Song "Memory" sang sie sich in die Herzen eines zu Tränen gerührten, internationalen Publikums, das den Erzählungen einer alten, einstigen Glamour-Katze gebannt lauschte.
Gut 25 Jahre später hat die großartige Angelika Milster nichts von dieser Fähigkeit, ihr Publikum in ihren Bann zu ziehen, eingebüßt. Auch wenn es eher ihre Mitschauspieler und -sänger sind, die in ihren Erinnerungen schwelgen, als ihr Leben noch voll von Glamour und großen Erfolgen auf den Brettern, die die Welt bedeuten, war. Angelika Milster nimmt dieses Schwelgen ihrer "Schützlinge" eher zum Anlass, zu jeder Gelegenheit, bitterböse in der Rolle der Schwester Angelika, darauf hinzuweisen, dass das Leben schön ist, das Altwerden allerdings gar nicht.
Wir schreiben das Jahr 2050: eine Handvoll in die Jahre gekommener Schauspieler hockt auf verschlissenen Fundusmöbeln vor dem Eisernen Vorhang des Theaters, an dem sie zuletzt engagiert waren. Das Haus wurde längst geschlossen und die ehemaligen Mimen haben sich das Theater zur Altersresidenz erkoren. Ihr allabendliches Unterhaltungsprogramm nehmen sie selber in die Hand, indem sie sich an vergangene große Theaterzeiten und die Musik ihrer Jugend erinnern.
Ein schönes Altenteil fürwahr - wäre da nicht Schwester Angelika: Mit Kinderliedern und heiter Geträllertem über Siechtum, Tod und Verwesen sorgt sie bei ihren greisen Patienten für eher gedämpfte Stimmung. Kehrt sie ihnen aber den Rücken, lassen die ergrauten Rampenpanter lebenssüchtig die Sau raus und frönen der (Selbst-)Darstellung.
Da werden durchaus auch Tschechow und Shakespeare zitiert, vor allem aber wird gesungen - und Gloria Gaynor ist vor ihnen ebenso wenig sicher wie Nirvana oder Freddie Mercury. Da wird von den gar nicht ehrwürdigen Senioren zwischen Tatterich, Stützstrümpfen, Prothesen und Gehhilfen gerockt, was das Zeug hält.
Presse und Publikum sind sich bei diesem Erfolgsdauerbrenner, der 2001 am Thalia-Theater in Hamburg seine Uraufführung hatte und jetzt in der Inszenierung des Autors vom Berliner Renaissance-Theater in Fürth zu sehen sein wird, absolut einig:
"dieses bitterböse und zum Schreien komische Songspiel von Erik Gedeon gehört zum Kurzweiligsten und komischsten, was seit langem auf Berliner Bühnen zu sehen war!"
Gut 25 Jahre später hat die großartige Angelika Milster nichts von dieser Fähigkeit, ihr Publikum in ihren Bann zu ziehen, eingebüßt. Auch wenn es eher ihre Mitschauspieler und -sänger sind, die in ihren Erinnerungen schwelgen, als ihr Leben noch voll von Glamour und großen Erfolgen auf den Brettern, die die Welt bedeuten, war. Angelika Milster nimmt dieses Schwelgen ihrer "Schützlinge" eher zum Anlass, zu jeder Gelegenheit, bitterböse in der Rolle der Schwester Angelika, darauf hinzuweisen, dass das Leben schön ist, das Altwerden allerdings gar nicht.
Wir schreiben das Jahr 2050: eine Handvoll in die Jahre gekommener Schauspieler hockt auf verschlissenen Fundusmöbeln vor dem Eisernen Vorhang des Theaters, an dem sie zuletzt engagiert waren. Das Haus wurde längst geschlossen und die ehemaligen Mimen haben sich das Theater zur Altersresidenz erkoren. Ihr allabendliches Unterhaltungsprogramm nehmen sie selber in die Hand, indem sie sich an vergangene große Theaterzeiten und die Musik ihrer Jugend erinnern.
Ein schönes Altenteil fürwahr - wäre da nicht Schwester Angelika: Mit Kinderliedern und heiter Geträllertem über Siechtum, Tod und Verwesen sorgt sie bei ihren greisen Patienten für eher gedämpfte Stimmung. Kehrt sie ihnen aber den Rücken, lassen die ergrauten Rampenpanter lebenssüchtig die Sau raus und frönen der (Selbst-)Darstellung.
Da werden durchaus auch Tschechow und Shakespeare zitiert, vor allem aber wird gesungen - und Gloria Gaynor ist vor ihnen ebenso wenig sicher wie Nirvana oder Freddie Mercury. Da wird von den gar nicht ehrwürdigen Senioren zwischen Tatterich, Stützstrümpfen, Prothesen und Gehhilfen gerockt, was das Zeug hält.
Presse und Publikum sind sich bei diesem Erfolgsdauerbrenner, der 2001 am Thalia-Theater in Hamburg seine Uraufführung hatte und jetzt in der Inszenierung des Autors vom Berliner Renaissance-Theater in Fürth zu sehen sein wird, absolut einig:
"dieses bitterböse und zum Schreien komische Songspiel von Erik Gedeon gehört zum Kurzweiligsten und komischsten, was seit langem auf Berliner Bühnen zu sehen war!"





