Antigone. Stimmen
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Martina Roth
Antigone. Stimmen
BewegtBildTheater von Martina Roth nach Sophokles und Nelly Sachs
Musik von Karin Rehnqvist
Musik von Karin Rehnqvist
Sie zählt zu den ältesten Theaterstoffen der Welt, war Inspirationsquelle vieler Autoren und wurde unter anderem von Jean Anouilh adaptiert: Die "Antigone" des Sophokles. Martina Roth hat in Zusammenarbeit mit dem Grand Théatre de Luxembourg und dem Stadttheater Fürth in der Koproduktion "Antigone. Stimmen" eine erneute Interpretation dieses antiken Stoffes geschaffen: in neuem Gewand, beeinflusst von Sophokles und Nelly Sachs - und multimedial.
Antigone ist eine Figur, die von dem Prinzip Liebe geleitet wird und einen politischen Raum mit einem Gestus durchschreitet, der nicht aus polemischer oder aggressiver Absicht geboren ist, sondern aus Treue zu einer Inspiration. Sie ist geboren, um sich in Beziehung zu setzen, um auf etwas zuzugehen, nicht um gegen etwas anzugehen. Doch Antigone erfährt die Mahnung durch "glänzende" Gesetze, die schon immer existieren.
"Mitlieben, nicht mithassen ist mein Teil." - so lautet Antigones berühmtes Diktum. Wie kaum eine andere Frauenfigur in der Literatur der Antike ist diese Heldin auch in den zahlreichen Bearbeitungen des Tragödienstoffes aus dem 20. Jahrhundert umstritten. Ist sie liebende Schwester oder zeigt sich ihr Wesen vor allem in ihrer starren und uneinsichtigen Argumentation? Grob weist sie die Hilfsangebote ihrer Schwester zurück und zeigt sich zunehmend von einer ausgeprägten Todessehnsucht bewegt.
In der Inszenierung von Johannes Conen handelt Antigone aus dem Prinzip Liebe. Conen ist dem Fürther Publikum vor allem durch die Ausstattung des Operndoppelabends "Die sieben Todsünden/Der Kaiser von Atlantis", der in der letzten Spielzeit gefeiert wurde, ein Begriff.
Seit 2004 experimentieren Martina Roth und Johannes Conen an einer Theaterform, die virtuelle und reale Spielebenen und die damit verbundenen Räume zusammenbringt, die sie "BewegtBildTheater" nennen. Eine passende Ergänzung findet diese Theaterform in der Musik der skandinavischen Komponistin Karin Rehnquist, die in ihrer Tonsprache traditionelle schwedische Volksmusik, wie auch die Wurzeln europäischer Kunstmusik einfließen lässt. Eindrucksvoll multimedial wird der Antigonemythos - dieser Urstoff des Theaters - präsentiert, der den Menschen im Zwiespalt zwischen individueller Freiheit und Teil seiner Gesellschaft zeigt.
Durch die Musik der schwedischen Komponistin Karin Rehnqvist, die in ihrer Tonsprache traditionelle schwedische Volksmusik mit der europäischer Kunstmusik verbindet, findet dieser Theaterabend seine passende Ergänzung. ?André Mergenthalers live gespieltes Cello wühlt auf, kratzt in den Wunden, verhindert Behaglichkeit.
Kein Wunder dass diese Antigone unter die Haut geht. Die Zuschauer feierten zu Recht die ungewöhnliche 'Antigone'-Bearbeitung von Martina Roth und Johannes Conen." schrieb der Trierische Volksfreund anlässlich der Uraufführung der Koproduktion des Stadttheaters Fürth mit dem Grand Théâtre de Luxembourg im Mai 2009.
Antigone ist eine Figur, die von dem Prinzip Liebe geleitet wird und einen politischen Raum mit einem Gestus durchschreitet, der nicht aus polemischer oder aggressiver Absicht geboren ist, sondern aus Treue zu einer Inspiration. Sie ist geboren, um sich in Beziehung zu setzen, um auf etwas zuzugehen, nicht um gegen etwas anzugehen. Doch Antigone erfährt die Mahnung durch "glänzende" Gesetze, die schon immer existieren.
"Mitlieben, nicht mithassen ist mein Teil." - so lautet Antigones berühmtes Diktum. Wie kaum eine andere Frauenfigur in der Literatur der Antike ist diese Heldin auch in den zahlreichen Bearbeitungen des Tragödienstoffes aus dem 20. Jahrhundert umstritten. Ist sie liebende Schwester oder zeigt sich ihr Wesen vor allem in ihrer starren und uneinsichtigen Argumentation? Grob weist sie die Hilfsangebote ihrer Schwester zurück und zeigt sich zunehmend von einer ausgeprägten Todessehnsucht bewegt.
In der Inszenierung von Johannes Conen handelt Antigone aus dem Prinzip Liebe. Conen ist dem Fürther Publikum vor allem durch die Ausstattung des Operndoppelabends "Die sieben Todsünden/Der Kaiser von Atlantis", der in der letzten Spielzeit gefeiert wurde, ein Begriff.
Seit 2004 experimentieren Martina Roth und Johannes Conen an einer Theaterform, die virtuelle und reale Spielebenen und die damit verbundenen Räume zusammenbringt, die sie "BewegtBildTheater" nennen. Eine passende Ergänzung findet diese Theaterform in der Musik der skandinavischen Komponistin Karin Rehnquist, die in ihrer Tonsprache traditionelle schwedische Volksmusik, wie auch die Wurzeln europäischer Kunstmusik einfließen lässt. Eindrucksvoll multimedial wird der Antigonemythos - dieser Urstoff des Theaters - präsentiert, der den Menschen im Zwiespalt zwischen individueller Freiheit und Teil seiner Gesellschaft zeigt.
Durch die Musik der schwedischen Komponistin Karin Rehnqvist, die in ihrer Tonsprache traditionelle schwedische Volksmusik mit der europäischer Kunstmusik verbindet, findet dieser Theaterabend seine passende Ergänzung. ?André Mergenthalers live gespieltes Cello wühlt auf, kratzt in den Wunden, verhindert Behaglichkeit.
Kein Wunder dass diese Antigone unter die Haut geht. Die Zuschauer feierten zu Recht die ungewöhnliche 'Antigone'-Bearbeitung von Martina Roth und Johannes Conen." schrieb der Trierische Volksfreund anlässlich der Uraufführung der Koproduktion des Stadttheaters Fürth mit dem Grand Théâtre de Luxembourg im Mai 2009.





