Intendanz

Werner Müller

Intendant Werner Müller

Spielzeit 2009/2010

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde des Stadttheaters Fürth,

 

"Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen" soll der Urvater deutscher Komiker und "Wortzerklauberer" Karl Valentin gesagt haben.

Das Bedürfnis nach dem Wissen aus der Zukunft gehört zur menschlichen Grundausstattung, erschuf das Orakel von Delphi, den Kaffeesatz, den Wetterbericht und deutlich mehr als die Fünf Weisen.

 

Mit unserem Spielplan 2009/2010, zu dem wir Sie mit diesem Heft herzlich einladen, präsentieren wir Ihnen unsere Prognose für Theater- und Konzert-Erlebnisse mit dem Themenschwerpunkt: Der Teil und das Ganze im Stadttheater und Kulturforum Fürth. Frei nach Heisenbergs revolutionärer Neuausrichtung der Naturwissenschaften, die in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts auch einen Umsturz des damaligen Weltbildes zur Folge hatte, wollen wir, mehr sinn- und lustvoll als prognostisch, eher empirisch als dogmatisch aufzeigen, wie wir uns als, oft unberechenbares, Individuum behaupten, definieren und unseren Platz in dieser, offenbar ebenso unberechenbaren, Welt einnehmen.

 

Für unser Spielplan-Thema haben wir Experten aus Vergangenheit und Gegenwart eingeladen, uns die richtigen Fragen zu stellen, damit Sie bei uns mögliche Antworten finden für die Zukunft.

Wir beginnen mit Händel, folgen Mozart, Goethe, Schubert, Hebbel, Tschechow, Büchner, Ibsen, Kafka bis zu LaBute und von Trier, präsentieren Ihnen zehn Premieren mit Urund Erstaufführungen, sowie zahlreiche Gastspiele nationaler Bühnen und internationaler Ensembles. Und laden Sie darüber hinaus alle herzlich ein zu unserem neuen, Spielzeit und Sparten übergreifenden, Projekt "brückenbau" unter der künstlerischen Leitung von Jutta Czurda.

 

Im Zusammenwirken von Menschen vor, auf und hinter der Bühne wollen wir gemeinsam versuchen, Aristoteles' These zu konkretisieren: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

 

Mit diesem Wunsch prognostiziere ich Ihnen und uns eine anregende und stimulierende Spielzeit 2009/2010.

 

Ihr

Werner Müller

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