Video-Trailer: Münchner Kammerspiele
Hiob
Hiob
Schauspiel nach dem Roman von Joseph Roth in einer Fassung von Koen Tachelet
Als der in Galizien geborene Schriftsteller Joseph Roth 1930 in seinem Roman "Hiob" vom Leben des frommen Lehrers Mendel Singer und seiner Familie im jüdischen Schtetl schrieb, waren die Bewohner ihrer Vernichtung durch die Deutschen schon recht nahe. "Die Hölle regiert. Wir haben alle die Welt überschätzt. Ich gebe keinen Heller mehr für unser Leben. Es ist gelungen, die Barbarei regieren zu lassen." So schrieb Roth wenige Jahre später im Exil in Paris, wo er 1939 an den Folgen seines Alkoholkonsums in einem Armenhospital starb. "Hiob" ist Joseph Roths berühmtester Roman und erzählt eine Familiensaga, die kurz vor dem Ersten Weltkrieg beginnt. Mendels ältester Sohn folgt bereitwillig der Einberufung zum russischen Militär, der andere desertiert und wandert nach Amerika aus. Um die Tochter, die sich leichtfertig mit Kosaken einlässt, von solchem Umgang fern zu halten, folgt die Familie dem Sohn nach New York und lässt Menuchim, das behinderte Kind, zurück. In der Neuen Welt ereilt die Familie ein Schicksalsschlag nach dem anderen. In einem zornigen Aufbegehren gegen Gott sagt sich Mendel Singer von seinem Glauben los. Doch dann kommt es zu einer wundersamen Wendung. Mendel "ruhte aus von der Schwere des Glücks und der Größe der Wunder".
Der niederländische Regisseur Johan Simons brachte "Hiob" in einer Bearbeitung von Koen Tachelet auf die Bühne der Münchner Kammerspiele. Die Inszenierung fand begeisterte Zustimmung. Der Münchner Merkur meinte: "Es rührt und erschüttert einen und lässt einen da lachen, wo die Tragik des Lebens nicht ohne Komik auskommt." Im "Standard" stand geschrieben: "So endet, unter frenetischem Jubel, in München eine der berührendsten Inszenierungen seit sehr langer Zeit." Die Produktion wurde zum Berliner Theatertreffen 2009 als einer des bemerkenswertesten Inszenierungen des Jahres eingeladen.
Der niederländische Regisseur Johan Simons brachte "Hiob" in einer Bearbeitung von Koen Tachelet auf die Bühne der Münchner Kammerspiele. Die Inszenierung fand begeisterte Zustimmung. Der Münchner Merkur meinte: "Es rührt und erschüttert einen und lässt einen da lachen, wo die Tragik des Lebens nicht ohne Komik auskommt." Im "Standard" stand geschrieben: "So endet, unter frenetischem Jubel, in München eine der berührendsten Inszenierungen seit sehr langer Zeit." Die Produktion wurde zum Berliner Theatertreffen 2009 als einer des bemerkenswertesten Inszenierungen des Jahres eingeladen.





