Über die Schädlichkeit des Tabaks/Heimgegangen

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Monologe

Über die Schädlichkeit des Tabaks / Heimgegangen

Zwei tragikomische Monologe von Anton Tschechow und Neil LaBute
Zwei skurril-komische Monologe aus der russischen und amerikanischen Weltliteratur präsentiert der Schauspieler Michael Vogtmann in der Regie von Werner Müller.

Der große russische Menschenkenner Tschechow schrieb 1889 die Geschichte des glücklosen Ehemanns Iwan Iwanowitsch Njuchin, der einen Vortrag "Über die Schädlichkeit des Tabaks" halten soll. Er selbst ist zwar Raucher, doch da seine Frau ihm den Vortrag "befohlen" hat, gibt es für ihn keine Widerrede. Dabei weicht er ständig vom Thema ab und verstrickt sich tragikomisch in fabulierende Episoden. Njuchin hat es auch wirklich nicht leicht mit seiner scheinbar allgegenwärtigen Gattin, die Vorsteherin einer Musikschule und eines Töchterpensionats ist. Lediglich einmal begehrt der Pantoffelheld auf und verschafft sich Luft, ohne in veränderndes Handeln zu münden. Der "Vortrag" findet schließlich sein abruptes Ende, die beklemmend komisch-groteske Stimmung jedoch bleibt.

Mehr als hundert Jahre später schrieb der amerikanische Autor Neil LaBute (geb. 1963) mit "Heimgegangen" einen Monolog über den Kettenraucher Edward Carr. "Neil LaBute ist der Gegenwartsdramatiker überhaupt", urteilt Detlev Baur in der "Deutschen Bühne". Seit etwa zehn Jahren gehört er mit "Bash", "Das Maß der Dinge" oder "Tag der Gnade" international zum Repertoire vieler Theater. Bei "Heimgegangen" geht es um den modernen Jedermann Carr, der sich von ganz unten hochgearbeitet hat. 30 Jahre war er glücklich mit seiner über 15 Jahre älteren und soeben verstorbenen Frau Mary Jo verheiratet. Auf der Trauerfeier für Mary Jo spricht Edward über sie, die ihm auf dem Totenbett ein Geheimnis anvertraut hat, das sie seit ihrer Jugendzeit mit sich herumgetragen hat - doch Edward wusste davon und hat sie seinerseits 30 Jahre lang getäuscht.

Beide Stücke verbindet die dominierende Rolle der Frau in der Ehe. Obwohl nicht anwesend, bleiben die Partnerinnen geradezu beängstigend präsent. Beide Rollen gestaltet der Münchner Michael Vogtmann, der jahrelang Schauspieler am Bayerischen Staatsschauspiel war und außerdem durch viele Film- und Fernsehrollen (u.a. "Der Bergdoktor", "Um Himmels Willen",
"Der Bulle von Tölz") bekannt ist.

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