Gemischtes Abo 2

von 14.04.2026 bis 15.04.2026 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus

Der zerbrochne Krug

Von Heinrich von Kleist
Premieren-Abo | Schauspiel-Abo | Gemischtes Abo | Kleines Gemischtes Abo

von 21.05.2026 bis 22.05.2026 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus

Shockheaded Peter

Ein Musical von den Tiger Lillies, Julian Crouch und Phelim McDermott
Junk-Oper nach Motiven aus „Der Struwwelpeter“ von Heinrich Hoffmann | Gemischtes Abo | Kleines Gemischtes Abo

von 12.06.2026 bis 13.06.2026 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus

Istanbul

Ein musikalischer Abend von Selen Kara, Torsten Kindermann und Akın Emanuel Şipal mit Songs von Sezen Aksu
Premieren-Abo | Schauspiel-Abo | Gemischtes Abo | Kleines Gemischtes Abo | Plausch-Abo



Der zerbrochne Krug

von 14.04.2026 bis 15.04.2026 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus

Der zerbrochne Krug

Von Heinrich von Kleist
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Der Krug ist zerbrochen – und mit ihm eine ganze Gesellschaftsordnung. Aber der Reihe nach: Im Dorf Huisum ist Gerichtstag. Und ausgerechnet Richter Adam führt ein Verfahren, in dem er selbst der Täter ist. Nachts zuvor nämlich hat er die junge Eve bedrängt und ihr einen perfiden Deal aufgenötigt – die Rettung ihres Verlobten Ruprecht vor dem Militärdienst. Auf frischer Tat ertappt, springt er überstürzt aus dem Fenster, wobei nicht nur der titelgebende Krug zu Bruch geht, sondern auch Adams Perücke und seine Würde.
Was folgt, ist ein juristisches Possenspiel voller Komik und Tragik zugleich: Eve schweigt aus Angst, während Adam mit dreisten Lügen versucht, Ruprecht als Schuldigen hinzustellen. Doch unter den wachsamen Augen des angereisten Gerichtsrates Walter beginnt sein kunstvoll errichtetes Lügengebäude zusammenzubrechen. Die dörfliche Gemeinschaft sieht sich plötzlich vor der unangenehmen Wahrheit, dass jene, die Recht sprechen sollten, selbst das Unrecht verkörpern.
Kleists 200 Jahre alte Justizkomödie entlarvt mit bissigem Witz die Mechanismen männlicher Machtausübung und institutioneller Selbstschutz-Reflexe. Eine erschreckend aktuelle Parabel über Nötigung im Amt, Täter-Opfer-Umkehr und eine Gesellschaft, die trotz besseren Wissens lieber wegschaut. Oder wie es so schön heißt: Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand – doch manchmal hilft nur die entschlossene Konfrontation mit der Wahrheit, um die zerbrochene Gerechtigkeit wiederherzustellen.

Shockheaded Peter

von 21.05.2026 bis 22.05.2026 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus

Shockheaded Peter

Ein Musical von den Tiger Lillies, Julian Crouch und Phelim McDermott
Junk-Oper nach Motiven aus „Der Struwwelpeter“ von Heinrich Hoffmann | Gemischtes Abo | Kleines Gemischtes Abo

Ob Freude oder Angst, vergnügliches Gruseln oder echter Schrecken, egal welche Gefühle die Geschichten hervorrufen: Zappel-Philipp, Suppen-Kaspar, Struwwelpeter, Hanns Guck-in-die-Luft, Konrad, der Daumenlutscher, der fliegende Roland, die Pyromanin Paulinchen, der böse Friederich & Co. sind die Geschichten von den unartigen Kindern, die ein böses Ende nehmen. Ob legendär oder umstritten, seit ihrer Erstveröffentlichung durch den Psychiater und Kinderbuchautor Heinrich Hoffmann im Jahr 1845 haben die „pädagogischen“ Erzählungen, die den Mädchen und Buben Moral und „anständiges“ Benehmen einbläuen sollten, nichts von ihrer gruseligen Faszination verloren.
Einhundertfünfzig Jahre später hat die britische Kultband „The Tiger Lillies“ den pädagogisch fragwürdigen Stoff zusammen mit den Autoren Julian Crouch und Phelim McDermott zu einer wunderbar anarchischen Junk-Oper umgearbeitet. Mit viel groteskem Witz und einer musikalischen Mischung aus abgefahrenen, mitreißenden Zirkusklängen und schräg-makabrem Sound à la Tom Waits bietet das mehrfach preisgekrönte Musical einen „Mordsspaß“ für alle, die Vergnügen an einer gehörigen Portion schwarzen Humors haben. Das Bekannte wird noch einmal überzeichnet, sowohl was die Figuren als auch die musikalische Handschrift anbetrifft, und die Absurdität und das Makabre auf die Spitze getrieben. Das Stück wird gleichzeitig zum Parforceritt und Vergnügen für die Zuschauer*innen.

Istanbul

von 12.06.2026 bis 13.06.2026 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus

Istanbul

Ein musikalischer Abend von Selen Kara, Torsten Kindermann und Akın Emanuel Şipal mit Songs von Sezen Aksu
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Begleitend zur Inszenierung findet im Rahmen von „Fürth feiert Vielfalt“ am 09. Mai von 14.30 - 18.30 Uhr das „Spezialisten“-Erzählcafé im Mittelfoyer des Stadttheaters statt.
Eintritt frei.

Heimat – was bedeutet das für Sie? Wo fühlen Sie sich zuhause? Wir laden türkische und deutsch-türkische Mitbürger*innen herzlich ein, im Erzählcafé von ihren Erfahrungen zu erzählen: von der eigenen Migration aus der Türkei nach Fürth oder der Ihrer Eltern und Großeltern, von Ankommen und Verwurzeln, von zwei Kulturen und einer Stadt.
Ihre Geschichten inspirieren unsere Produktion „Istanbul”.

Kommen Sie vorbei – bei Çay, Türk Kahvesi und kleinen Snacks.

* * *

Willkommen auf einer faszinierende Zeitreise mit Perspektivwechsel: Was wäre, wenn das Wirtschaftswunder nicht in Deutschland, sondern in der Türkei stattgefunden hätte? Klaus Gruber, Arbeiter aus Fürth, wandert Anfang der 1960er als „Gastarbeiter“ in die Weltmetropole Istanbul aus. Zurückgelassen: Frau Luise und die gemeinsame Tochter. Während er in der Fremde um Orientierung ringt, sprachlos in einer unbekannten Kultur, werden alltägliche Dinge zur Herausforderung. Doch es gibt Lichtblicke: Übersetzer Ismet und Nachbarin Ela. Als Luise nachkommt, beginnt ein neues Kapitel – und die Frage nach Heimat ist plötzlich keine eindeutige mehr. Untermalt von den wundervoll melancholischen Liedern Sezen Aksus, der „Königin des türkischen Pop“, entfaltet sich eine tragikomische Geschichte über Migration, Identität und Zugehörigkeit. In deutscher Sprache wird von Auswandererschicksalen erzählt, während türkische Songs die Sehnsucht nach Heimat besingen. Muss man sich für eine Heimat entscheiden oder können unterschiedliche Welten zusammen eine neue Heimat bilden?

İstanbul
Ekonomik mucize Türkiye'de gerçekleşseydi ne olurdu? Fürth'lı Klaus Gruber İstanbul'da misafir işçi olarak çalışmaya başlar ve dil engeli ve vatan hasretiyle mücadele eder. Karısı Luise de ona katılınca, ev ile yurt dışı arasındaki sınırlar bulanıklaşır. Sezen Aksu'nun melankolik pop şarkıları eşliğinde göç, kimlik ve aidiyet üzerine bir hikâye ortaya çıkar.

HINWEIS: Für unsere Inszenierung „Istanbul“, möchten wir die Geschichten der türkischen Mitbürgerinnen und Mitbürger sichtbar machen, die vor Jahrzehnten als sogenannte „Gastarbeiter*innen“ nach Fürth kamen – und die längst keine Gäste mehr sind, sondern Teil dieser Stadt. Mehr Informationen in unserem Bretterbericht #23 unter https://www.stadttheater.de/menschen-haus/bretterbericht

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