Schauspiel-Abo
von 01.07.2026 bis 02.07.2026 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Felix Krull – Stunde der HochstaplerNach Thomas Mann in einer Bearbeitung von Alexander Eisenach
Schauspiel-Abo
von 17.10.2026 bis 18.10.2026 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Girl from the North CountryEin Schauspiel über Hoffnung in dunklen Zeiten mit der Musik von Bob Dylan
Buch von Conor McPherson und Musik von Bob Dylan | Deutsch von Elisabeth Sikora
von 04.11.2026 bis 05.11.2026 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Altes LandNach dem Roman von Dörte Hansen
Bühnenfassung von Julia Bardosch und Cornelia Ehlers | Schauspiel-Abo
von 17.02.2027 bis 18.02.2027 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Herr Teufel FaustJohann Wolfgang von Goethes FAUST I in einer verdichteten Fassung von Torsten Fischer
Schauspiel-Abo
von 10.03.2027 bis 11.03.2027 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Der SohnFamiliendrama von Florian Zeller
Deutsch von Annette und Paul Bäcker | Schauspiel-Abo
Uraufführung 07.04.2027 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Ich weiß nicht, was ein Ort ist, ich kenne nur seinen Preis (Manzini-Studien)Theaterabend von René Pollesch
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von 30.04.2027 bis 02.05.2027 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Nora oder Ein PuppenheimPremieren-Abo | Schauspiel-Abo | Gemischtes Abo | Herzla Abo
von 30.05.2027 bis 01.06.2027 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Tanzwut – Der Sommer der Freiheit 1945Musical von Thomas Pigor und Thilo Wolf
Premieren-Abo | Schauspiel-Abo | Gemischtes Abo | Kleines Gemischtes Abo | Plausch-Abo
von 30.06.2027 bis 01.07.2027 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Der MenschenfeindGesellschaftskomödie von Molière
Deutsch von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens | Schauspiel-Abo
von 01.07.2026 bis 02.07.2026 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Felix Krull – Stunde der Hochstapler
Nach Thomas Mann in einer Bearbeitung von Alexander Eisenach
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Wir alle spielen Theater. Ob auf Instagram, im Beruf oder in der Liebe: Verwandlungskunst und Selbstinszenierung gehören zum Alltag. Doch keiner spielt seine Rolle so perfekt wie Felix Krull. Sohn eines bankrotten Schaumweinfabrikanten, charmant, gewandt und mit einer Vorliebe für Luxus, schlittert er durch die feine Gesellschaft. Mit der Leichtigkeit eines Taschenspielers tauscht er Identitäten, täuscht Adel und Hoteliers, bezaubert Damen und Herren gleichermaßen. Sein größter Coup? Der Rollentausch mit dem Marquis de Venosta – ein Sprungbrett in eine Welt voller Glanz und Grandhotels.
Thomas Manns „Felix Krull“ ist ein Meisterwerk der Täuschung, ein funkelndes Spiel mit Schein und Sein. Kein Satz kommt ohne doppelten Boden aus, kein Wort ohne Augenzwinkern. Der Roman feiert die Kunst der Verwandlung und entlarvt zugleich eine Gesellschaft, die sich nach schönen Illusionen sehnt. Felix ist kein Betrüger im klassischen Sinne – er erfüllt Erwartungen, spiegelt Wünsche und wird so zu genau dem, was andere in ihm sehen wollen. Alexander Eisenach inszeniert Felix Krull am Berliner Ensemble als genialen Influencer.
Ist sein Leben eine einzige Lüge? Oder ist es vielleicht gerade die Inszenierung, die das Leben erst lebenswert macht? „Felix Krull“ ist nicht nur eine raffinierte Parodie auf das blendende Künstlertum, sondern auch ein augenzwinkerndes Loblied auf die Freiheit der Literatur – deren wahres Geschäft schon immer das Fabulieren war.
von 17.10.2026 bis 18.10.2026 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Girl from the North Country
Ein Schauspiel über Hoffnung in dunklen Zeiten mit der Musik von Bob Dylan
Buch von Conor McPherson und Musik von Bob Dylan | Deutsch von Elisabeth Sikora
Wir schreiben das Jahr 1934: Ganz Amerika leidet unter den Folgen der Weltwirtschaftskrise. In einer heruntergekommenen Pension in Minnesota treffen Menschen mit den unterschiedlichsten Schicksalen aufeinander – voller Hoffnung, Zweifel und Sehnsucht.
Nick Laine kämpft mit seiner kranken Frau Elizabeth gegen die Bank, die ihr Haus zwangsversteigern will. Ihr Sohn Gene schwankt zwischen Schriftsteller- und Trinkerambitionen, während ihre hochschwangere Adoptivtochter Marianne vor eigenen Herausforderungen steht – nicht zuletzt, weil Nick sie mit dem örtlichen Schuhmacher verheiraten möchte. In einer stürmischen Nacht treffen dann der selbsternannte Reverend Marlowe und der gescheiterte Boxer Joe Scott ein – und verändern das Leben aller im Haus.
Aus der Schicksalsgemeinschaft entsteht ein vielschichtiges Bild der Gesellschaft.
Das Musical ist aus dem Jahr 2017 verbindet eine fesselnde Geschichte mit unvergleichlichen Hits von Bob Dylan: „I Want You“, „Like A Rolling Stone“, „Jokerman“ oder „Make You Feel My Love“, gespielt auf Instrumenten aus den 30er Jahren verleihen der Handlung zusätzliche Tiefe und eine authentische Atmosphäre.
Zusammen mit dem Musical Frühling in Gmunden präsentiert das Stadttheater Fürth die deutschsprachige Erstaufführung des Hit-Musicals. Nach bejubelten Produktionen in London und New York, kommt dieses Ausnahme-Musical nun erstmals in den deutschsprachigen Raum.
von 04.11.2026 bis 05.11.2026 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Altes Land
Nach dem Roman von Dörte Hansen
Bühnenfassung von Julia Bardosch und Cornelia Ehlers | Schauspiel-Abo
Zwei Frauen, deren Leben von Flucht, Verlust und der Sehnsucht nach einem
Zuhause geprägt sind, begegnen sich in einer Geschichte voller Wärme und
Melancholie: Vera Eckhoff wurde als kleines Mädchen mit ihrer Mutter aus
Ostpreußen vertrieben. Zu Fuß und voller Ungewissheit machten sie sich
auf den Weg, bis sie schließlich auf einem abgelegenen Hof im Alten Land
strandeten – einem Ort, an dem sie von den Einheimischen nur widerwillig
auf genommen wurden. Zwischen Apfel- und Kirschbäumen, unter rauem
norddeutschem Himmel und umgeben von misstrauischen Dorfbewohnern,
kämpften Mutter und Tochter hart für ihr Überleben. Als ihre Mutter sie eines
Tages verließ, um in Hamburg ein besseres Leben zu suchen, blieb Vera allein
zurück – in einem Zuhause, das ihr fremd blieb und das sie doch nie ganz
losließ.
Jahrzehnte später kehrt das Schicksal auf leisen Sohlen zurück: Vor Veras
Tür steht plötzlich ihre Nichte Anne mit ihrem kleinen Sohn Leon. Auch sie
sind auf der Suche nach Halt und einem Ort, den sie Familie nennen können.
Hamburg- Ottensen müssen sie hinter sich lassen, und vielleicht bietet das alte
Haus am Elbstrom mehr als nur ein Reetdach über dem Kopf – vielleicht auch
die Chance, Wurzeln zu schlagen und die Vergangenheit endlich zu verstehen.
Die Theaterproduktion von Dörte Hansens Roman, der 2015 zum Jahresbest
seller avancierte, erzählt eine norddeutsche Familiengeschichte mit berühren
der Sensibilität und einer Prise feinsinnigen Humors.
von 17.02.2027 bis 18.02.2027 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Herr Teufel Faust
Johann Wolfgang von Goethes FAUST I in einer verdichteten Fassung von Torsten Fischer
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Die sagenumwobene Lebensgeschichte des Dr. Faust fasziniert mit ungebrochener Aktualität seit Jahrhunderten – in Literatur, Theater, Musik und Film.
Auch heute wäre Faust getrieben von der Beschleunigung der modernen Welt, dem Zwang ständiger Selbstoptimierung, der Suche nach Sinn, Achtsamkeit und Orientierung. Faust ist in der „großen Welt“ ruhelos: Er will Land gewinnen, das Meer bezwingen, die Menschheit formen, Eroberung. Hier treffen Macht und Besitz auf Tradition und Vision, Technologie auf Natur, Zerstörung auf Erneuerung. Er reist von der Natur zur Kultur, von griechischer Mythologie bis ins Mittelalter, begegnet Helena, erschafft den Homunculus und gelangt schließlich ins Anthropozän, eine Epoche, in der die Menschheit die Verantwortung für den Planeten trägt. Fausts Erlösung liegt in der Natur der Schöpfung. Seine Seele wird frei. „Stirb und Werde“. Und wie im Prolog im Himmel kann die Sonne erneut aufgehen.
Regisseur Torsten Fischer hat Goethes tiefgründiges, vielgestaltiges Drama entkernt, gestrafft, in ein Ein-Personen-Stück gepackt und Schauspieler Dominique Horwitz für die anspruchsvolle Mehrfachrolle gewinnen können. Der in Paris geborene Schauspieler, Sänger und Rezitator – einem breiten Publikum durch zahlreiche Film- und Fernsehrollen sowie seine markante Bühnenpräsenz bekannt – meistert die anderthalbstündige Aufführung im Alleingang. Er spielt nicht Faust, er ist Faust.
von 10.03.2027 bis 11.03.2027 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Der Sohn
Familiendrama von Florian Zeller
Deutsch von Annette und Paul Bäcker | Schauspiel-Abo
Nicolas ist 17 Jahre alt und kein fröhliches, unbeschwertes Kind mehr. Alles um ihn herum ist ihm zu viel: das Erwachsenwerden, das Abschlussjahr am Gymnasium und allem voran die Trennung der Eltern und die neue Familie des Vaters. Er zieht sich immer mehr zurück, geht nicht mehr zur Schule und wird mmer aggressiver. Niemand weiß, was eigentlich mit ihm los ist. Nur Nicolas selbst ahnt, dass er Hilfe braucht. Als er zu seinem Vater Pierre und dessen neuer Frau Sofia zieht, scheint sich die Situation zunächst zu stabilisieren.
Nicolas zeigt erste kleine Anzeichen von Ausgeglichenheit, und das Familienleben gewinnt einen vorsichtigen Rhythmus.
Doch schon bald wird klar, dass die Probleme von Nicolas tiefer und vielschichtiger sind als zunächst angenommen. Seine Wut, seine Ängste und seine Verletzlichkeit stellen Pierre und seine Familie vor Herausforderungen, die Liebe allein kaum zu meistern scheint. Wird es Pierre gelingen, seinem Sohn Halt zu geben und ihn vor sich selbst zu retten?
Mit feinem Gespür für Humor erzählt Zeller berührend von der Kluft zwischen den Generationen, familiären Bindungen und der Sehnsucht nach Verständnis. Einfühlsam bringt das Stück mit Starbesetzung wie Hardy Krüger Jr. Menschen aus unterschiedlichen Welten zusammen und beleuchtet universelle Fragen von Erwachsenwerden, Liebe und Zusammenhalt.
Uraufführung 07.04.2027 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Ich weiß nicht, was ein Ort ist, ich kenne nur seinen Preis (Manzini-Studien)
Theaterabend von René Pollesch
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In René Polleschs Stück ziehen sich drei Leitbegriffe durch den Text: „Drama“, „Terror“ und „Knacks“. Vor allem der „Knacks“ erscheint in sämtlichen Bedeutungsvarianten – als seelischer Riss ebenso wie als Sprung im Porzellan.
Zu Beginn berichten drei Schauspieler*innen, sie hätten gerade eine sechsstündige Aufführung von Shakespeares „Sommernachtstraum“ hinter sich – doch jede Erinnerung daran fehlt. Standen sie überhaupt auf der Bühne? Im Lauf des Abends wachsen diese sechs Stunden zum großen Vergnügen des Publikums auf bis zu 24 an. Es geht – nicht nur, aber auch – ums Theater: um Anfang und Ende und um alle Möglichkeiten dazwischen. Doch jede vermeintliche Erklärung greift zu kurz. Entscheidend bleibt die Frage: Wie kommt der Knacks ins
Innere? Und was ist dieses „Innen“ überhaupt? Daraus entsteht ein hochkomisches, atemlos-sprachgewaltiges Spiel über die Grundfragen des Lebens und seine Unzulänglichkeit: ein (Nicht-)Gespräch über Liebe, Vergänglichkeit und
den erschöpfenden Zwang, sich ständig entscheiden zu müssen.
Der 2024 verstorbene Dramatiker und Regisseur René Pollesch gilt als einer der prägendsten Theatermacher der letzten Jahrzehnte. In enger Zusammenarbeit mit seinen Ensembles entwickelte und inszenierte er über 200 Stücke und wurde für seine kollektive, innovative Arbeitsweise vielfach ausgezeichnet.
von 30.04.2027 bis 02.05.2027 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Nora oder Ein Puppenheim
Premieren-Abo | Schauspiel-Abo | Gemischtes Abo | Herzla Abo
Seit acht Jahren sind Nora und Torvald Helmer verheiratet, und nach außen hin scheint das Eheleben perfekt: drei Kinder sowie glänzende Karrierechancen für Torvald, der im neuen Jahr Bankdirektor werden soll. Während die Weihnachtsfeiertage bevorstehen, tauchen jedoch unerwartet alte Bekannte auf und bringen die gutbürgerliche Fassade zum Einsturz. In den ersten Jahren ihrer Ehe hatte Nora aus Verzweiflung eine Unterschrift auf einem Schuldschein gefälscht, um Torvald finanziell helfen zu können. Nun wird sie erpresst. Verstrickt in das Geflecht aus Abhängigkeiten und Intrigen sind der Rechtsanwalt Krogstad sowie Noras Jugendfreundin Kristine Linde. Beide versuchen, aus Torvalds wachsendem gesellschaftlichen Einfluss persönlichen Nutzen zu ziehen. Als Torvald schließlich von Noras Schuld erfährt, reagiert er nicht nur mit Vorwürfen und Demütigungen, sondern vor allem mit dem Wunsch, das Bild der intakten Ehe aufrechtzuerhalten. Nora erkennt zunehmend ihre eigene Rolle in einer von Männern und Karriereinteressen dominierten Welt. Ihr Zuhause „entpuppt“ sich als Puppenstube – eine Einsicht, die ihr Leben radikal verändern wird. Henrik Ibsens Drama „Ein Puppenheim“, in Deutschland als „Nora“ bekannt, gehört zu den zentralen Werken der Frauenemanzipation und hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren. Im Zentrum steht der Bruch mit bürgerlichen Konventionen und patriarchalen Strukturen – eine Rebellion, die auch heute noch dazu auffordert, unsere modernen Beziehungsmodelle und Rollenbilder kritisch zu hinterfragen.
von 30.05.2027 bis 01.06.2027 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Tanzwut – Der Sommer der Freiheit 1945
Musical von Thomas Pigor und Thilo Wolf
Premieren-Abo | Schauspiel-Abo | Gemischtes Abo | Kleines Gemischtes Abo | Plausch-Abo
Sommer 1945: Die ersten Monate nach Kriegsende. Anarchie prägt den Alltag, die Schrecken des Krieges sind noch spürbar. Viele Männer gefallen, in Gefangenschaft oder vermisst – die Frauen halten das Leben zusammen und entwickeln mit ihren Kindern fantasievolle Strategien, um das Nötigste zu sichern. Doch gleichzeitig kehrt in der amerikanischen Besatzungszone die Lebensfreude zurück: Es wird gelacht, getanzt, geliebt, und die Menschen dürsten nach Kultur. Auch Edeltraut, ihre Freundin Betty und deren musikbegeisterte Tochter Toni träumen vom Neuanfang – zwischen Schwarzmarkt und zerbombten Häusern, Hunger und der Faszination für die GIs. Mit Thilo Wolf und Thomas Pigor treffen zwei versierte Künstler aufeinander. Thilo Wolf, vom Jazz geprägt, feiert mit seiner Big Band und großen Orchestern konzertante Erfolge. Thomas Pigor schreibt Songs für Künstler*innen wie Thomas Quasthoff, Max Raabe und Ina Müller und lieferte Texte und Musiken für Tim Fischer und Jan Böhmermann. Was die beiden verbindet: stilistische Vielfalt, Sinn für Humor und der Wunsch, dem Musical neue Impulse zu geben.
von 30.06.2027 bis 01.07.2027 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Der Menschenfeind
Gesellschaftskomödie von Molière
Deutsch von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens | Schauspiel-Abo
Alceste liebt Célimène, doch die junge Witwe hält ihn immer wieder hin. Ungeduldig sucht er ihr Haus auf, um ein klares Bekenntnis zu erhalten. Dort trifft er auf Freunde und Rivalen aus der höfischen Gesellschaft. Deren Affektiertheit lehnt Alceste jedoch als verlogen und geheuchelt ab. Er ist daher als ein anstrengender, scharfsinniger und witziger Charakter bekannt, wohlhabend, aber voller Abneigung gegen eine Welt, der er gleichzeitig angehört.
Anne Lenks Inszenierung entfaltet sich als sprühende, unterhaltsame Gesellschaftskomödie, deren zeitlose Wirkung über die Epochen hinweg spürbar ist.
Die Inszenierung wurde 2020 mit dem Friedrich-Luft-Preis ausgezeichnet und erhielt Einladungen zum Hamburger Theater-Festival sowie zum renommierten Berliner Theatertreffen. In der Begründung der Jury heißt es: „Der Menschenfeind“ am Deutschen Theater Berlin ist eine Klassiker-Inszenierung, die ihren Stoff ernst nimmt, historische Bezüge herstellt und ihn zugleich entschieden ins Heute holt (…). Wie Franziska Machens sich hier die Hauptrolle erspielt, lässig und hypnotisch zugleich, ist großartig. Ulrich Matthes verleiht seinem Alceste menschliche Tiefe – die Tragik, dass die beiden nicht aus ihrer Haut können oder wollen, grundiert den Abend schwarz. (…) Hinter der Komik findet Lenk Individuen in all ihrer Zerrissenheit, in all ihrer Wahrheit.
Ein Abend, der sich – auch wegen der exquisiten Ausstattung – ebenso als Parabel auf das Versailles Ludwigs XIV. lesen lässt wie auf das Heute.
Content Notes: In dieser Inszenierung werden Stroboskopeffekte eingesetzt. Diese können für einige Besucher*innen – insbesondere Personen mit lichtempfindlicher Epilepsie oder ähnlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen – belastend sein. Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Besuchsplanung.
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