Viele Geschichten, eine Bühne: Ein Aufruf
Türkçe: aşağıya bakınız.
Erinnern Sie sich noch? An den Tag, als der Zug in den Fürther Bahnhof einfuhr? An die erste Schicht in der Fabrik, den ersten Schnee, den Sie hier erlebten? An das Gefühl, zwischen zwei Welten zu stehen – mit dem Koffer voller Hoffnung und dem Herzen voller Sehnsucht?
Für unsere Inszenierung „Istanbul“, die am 5. Juni 2026 Premiere feiert, sucht das Stadttheater Fürth genau diese Momente. Wir möchten die Geschichten der türkischen Mitbürgerinnen und Mitbürger sichtbar machen, die vor Jahrzehnten als sogenannte „Gastarbeiter*innen“ nach Fürth kamen – und die längst keine Gäste mehr sind, sondern Teil dieser Stadt.
Ihre Fotos, Ihre Erinnerungen
Haben Sie noch Bilder aus den 1960er und 1970er Jahren? Schnappschüsse vom Bahnhofsvorplatz, Passfotos, vergilbte Aufnahmen vom ersten Geburtstag oder Silvester in Deutschland? Fotos aus der Werkshalle, aus dem türkischen Café, vom Sonntagsausflug mit der Familie?
Wir suchen all das. Jedes Foto erzählt von einem Leben, das hier Wurzeln schlug. Von Mut und Arbeit, von Einsamkeit und Zusammenhalt, von Fremdsein und Ankommen. Diese Bilder sollen im Rahmen einer Ausstellung im Foyer des Stadttheaters gezeigt werden – das Theaterstück begleitend, aber auch als eigenständiges Zeugnis einer Geschichte, die viel zu oft im Verborgenen blieb.
Mehr als nur Bilder
Doch es geht uns um mehr als Fotografien. Wir möchten mit Ihnen ins Gespräch kommen. Mit der „ersten Generation“, die den weiten Weg auf sich nahm. Mit der „zweiten Generation“, die zwischen den Kulturen aufwuchs. Wir möchten Ihre Geschichten hören: Wie war das damals? Was haben Sie sich erhofft? Was haben Sie vorgefunden? Wie haben Sie es geschafft, hier Fuß zu fassen? Und was bedeutet Ihnen Fürth heute?
Theater lebt vom Austausch, von den Stimmen derer, die sonst selten gehört werden. „Istanbul“ soll keine Geschichte über Sie sein, sondern eine Geschichte mit Ihnen. Ihre Erinnerungen, Ihre Perspektiven, Ihre Realitäten sollen Raum bekommen – auf der Bühne und in den Köpfen des Publikums.
So können Sie mitmachen
Wenn Sie Fotos haben, die Sie mit uns teilen möchten, senden Sie diese gerne digital an: udo.eidinger@fuerth.de. Schreiben Sie uns auch, wer auf den Bildern zu sehen ist und wann und wo sie entstanden sind – sofern Sie sich noch erinnern.
Falls Sie die Fotos nicht digitalisieren können oder möchten, kommen wir auch gerne persönlich vorbei. Wir nehmen uns Zeit, gemeinsam in Alben zu blättern, Geschichten auszutauschen und vielleicht sogar die eine oder andere Anekdote zu hören, die es nicht bis ins Fotoalbum geschafft hat. Auch wenn Sie keine Bilder haben, aber Ihre Geschichte mit uns teilen möchten – melden Sie sich. Wir freuen uns über jede Begegnung.
Warum uns das wichtig ist
Fürth ist eine Stadt der Vielfalt, und diese Vielfalt hat eine Geschichte. Eine Geschichte, die oft übersehen wird, obwohl sie das Fundament unseres Zusammenlebens bildet. Die Menschen, die damals als „Gastarbeiter*innen“ kamen, haben diese Stadt mitgebaut – mit ihren Händen, ihrem Fleiß, ihrer Kultur. Sie haben Fabriken am Laufen gehalten, Familien gegründet, Vereine ins Leben gerufen. Auch Sie haben Fürth zu dem gemacht, was es heute ist.
Das Theater kann diese Geschichten nicht ersetzen, aber es kann ihnen eine Bühne geben. Es kann dazu beitragen, dass Erinnerungen nicht verblassen, dass Erfahrungen weitergegeben werden, dass Verbindungen entstehen. „Istanbul“ soll ein Stück über Migration sein – aber vor allem ein Stück über Menschen. Über das Wagnis, alles hinter sich zu lassen. Über die Kraft, trotz allem weiterzumachen. Über die Frage, was Heimat bedeutet, wenn man zwei davon hat.
Helfen Sie uns, dieses Stück mit Leben zu füllen. (Und ein detailreicheres Bild der Vergangenheit zu zeichnen, als es die KI auf unserem Beispielbild gemacht hat. Stichwort Klischee, Stereotyp und welches Bild machen wir uns voneinander …)
Ihre Fotos, Ihre Geschichten, Ihre Erinnerungen sind ein kostbarer Teil dieser Stadt. Lassen Sie uns gemeinsam ein Stück Fürther Geschichte sichtbar machen – auf der Bühne und darüber hinaus.
Wir freuen uns auf Ihre Nachrichten!
Kontakt:
Dramaturgie
Udo Eidinger
udo.eidinger@fuerth.de
0911/974-2409
Birçok Hikaye, Bir Sahne: Bir Çağrı
Hâlâ hatırlıyor musunuz? Trenin Fürth İstasyonuna girdiği günü? Fabrikadaki ilk vardiyayı? Burada yaşadığınız ilk karı? İki dünya arasında durma hissini? Bavulunuz umutla, kalbiniz özlemle dolu …
5 Haziran 2026'da prömiyeri yapılacak „Istanbul“ adlı oyunumuz için Stadttheater Fürth tam da bu anları arıyor. Onlarca yıl önce sözde „Gastarbeiter*innen“ (misafir işçiler) olarak Fürth'e gelen Türk hemşehrilerimizin hikâyelerini görünür kılmak istiyoruz. Artık misafir olmayan, bu şehrin bir parçası olan insanların hikâyelerini …
Fotoğraflarınız, Anılarınız
1960'lar ve 1970'lerden fotoğraflarınız var mı? İstasyon meydanından anlık çekimler, pasaport fotoğrafları, Almanya'daki ilk doğum gününden veya yılbaşından, sararıp solmuş fotoğraflar? Fabrika holünden, Türk kahvesinden, aileyle yapılan pazar gezisinden çekilen resimler?
Hepsini arıyoruz. Her fotoğraf burada kök salan bir hayatı anlatıyor. Cesaretten ve çalışmadan, yalnızlıktan ve dayanışmadan, yabancılıktan ve yerleşmeden. Bu resimler, Stadttheater'in fuayesinde bir sergi kapsamında gösterilecek. Tiyatro oyununa eşlik eden, ama aynı zamanda çok sık gizli kalan bir tarihin bağımsız bir tanığı olarak.
Fotoğraflardan Daha Fazlası
Ancak bizim için mesele fotoğraflardan ibaret değil. Sizinle sohbet etmek istiyoruz. Uzun yolu göze alan „birinci nesil“le. İki kültür arasında büyüyen „ikinci nesil“le. Hikâyelerinizi dinlemek istiyoruz. O zamanlar nasıldı? Ne umut ettiniz? Ne buldunuz? Burada tutunmayı nasıl başardınız? Ve bugün Fürth sizin için ne ifade ediyor?
Tiyatro, alışverişten ve başka türlü nadiren duyulan seslerden beslenir. „Istanbul“, sizin hakkınızda değil, sizinle birlikte bir hikâye olmalı. Anılarınız, bakış açılarınız, gerçeklikleriniz, sahnede ve seyircilerin zihninde yer bulmalı.
Nasıl Katılabilirsiniz?
Bizimle paylaşmak istediğiniz fotoğraflarınız varsa, lütfen dijital olarak şu adrese gönderin: udo.eidinger@fuerth.de. Resimlerde kimlerin olduğunu ve ne zaman, nerede çekildiklerini de, hatırladığınız kadarıyla, bize yazın.
Fotoğrafları dijitalleştiremiyorsanız veya yayınlanmasını istemiyor ancak yine de bizimle paylaşmak istiyorsanız, size şahsen de gelebiliriz. Birlikte albümlere bakmak, hikâyeler paylaşmak ve belki fotoğraf albümüne girmeyen bir iki anekdotu dinlemek için zaman ayırırız. Resimleriniz olmasa bile hikâyenizi bizimle paylaşmak isterseniz bize ulaşın. Her buluşmaya seviniyoruz.
Bu neden bizim için önemli?
Fürth, çeşitliliğin şehridir ve bu çeşitliliğin bir tarihi vardır. Bu tarih, birlikte yaşamamızın temelini oluşturmasına rağmen çoğu zaman gözden kaçırılır. Bir zamanlar „Gastarbeiter*innen“ (misafir işçiler) olarak gelen insanlar, bu şehri elleriyle, azimleri ve emekleriyle, kültürleriyle inşa ettiler. Fabrikaları ayakta tuttular, aileler kurdular, dernekler oluşturdular. Onlar Fürth'ü bugünkü haline getirdiler.
Tiyatro bu hikâyelerin yerini tutamaz ama onlara bir sahne verebilir. Anıların solmamasına, deneyimlerin aktarılmasına, bağlantıların oluşmasına katkıda bulunabilir. „Istanbul“, göç üzerine bir oyun olmalı, ama her şeyden önce insanlar üzerine…Her şeyi geride bırakma cesareti üzerine…Her şeye rağmen devam etme gücü üzerine…İki vatan sahibi olduğunda vatanın ne anlama geldiği sorusu üzerine …
Bu oyunu hayatla doldurmamıza yardım edin. (Ve örnek resmimizdeki yapay zekanın yaptığından daha detaylı bir geçmiş resmi çizmemize.) Fotoğraflarınız, hikâyeleriniz, anılarınız bu şehrin değerli bir parçası. Gelin birlikte Fürth tarihinin bir parçasını görünür kılalım, sahnede ve ötesinde …
Mesajlarınızı bekliyoruz!
Dramaturgie
Udo Eidinger
udo.eidinger@fuerth.de
0911/974-2409
Erste Schritte ins „Übermorgen“: Podiumscafé


Mit unserem Podiumscafé legten wir am 15.11. erste feste Grundsteine für unser Projekt „Stadt Theater Plus“*. Uns interessierte vor allem eines – wenn wir unsere Idee, Eigenproduktionen als Gastspiel weiter zu verwerten umsetzen, wie geht das? Wen betrifft das? Und kann das überhaupt funktionieren? Um eine möglichst breite Perspektive und einen neuen Blick von außen auf die Idee zu bekommen haben wir dafür ein Podium aus unterschiedlichen Akteuren und Interessensträgern zusammengestellt. Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Kulturwissenschaftler, Dr. Benedikt Döhla, Kulturreferent der Stadt Fürth, Bernward Tuchmann, Geschäftsführer der INTHEGA (Fachverband der Theatergastspiele), Thomas Luft, Geschäftsführer der Theaterlust Gastspiele und Titus Hoffmann, Regisseur und Autor, der in Fürth u.a. „Next to Normal“ auf die Bühne brachte.
Auch das Publikum zeigte: Auf unser Projekt wird mit Spannung geblickt. Ob theateraffine Menschen aus der Region, Medienschaffende oder Theaterkolleg:innen aus dem Umland, unsere Idee findet Anklang.
Schon die Zusammenstellung des Podiums macht klar, wie weitläufig eine solche Strukturänderung im Haus werden könnte. Bevor es in die Diskussion ging, läutete Prof. Dr. Schneider das Thema noch mit einem Theaterpolitischen Impuls ein und gab uns fünf Überlegungen mit, um den weiteren Weg in der Theaterentwicklung zu skizzieren. Das Podiumsgespräch war neben einem Vorfühlen vor allem auch eine Bestätigung, weiter mutig ins Übermorgen zu schauen. Was auf den ersten Blick wie eine Hürde aussieht, muss am Ende gar keine sein – wichtig ist es nur sie frühzeitig zu identifizieren. Auch muss ein solches Konzept nicht direkt als Konkurrenz für den existierenden freien Gastspielmarkt verstanden werden, sondern kann viel mehr als Ergänzung dienen. Denn die Strukturen am Stadttheater schaffen Raum für andere Formate und Produktionsformen als am sehr wirtschaftlich ausgerichteten freien Markt. Wir sehen: Es gibt noch viel zu diskutieren, zu planen, zu denken, zu strukturieren – im Haus aber auch über unsere eigenen Theatermauern hinaus.
Genau das wollen wir jetzt mit bestärkter Tatkraft tun, in unserem eigenen Projekt, aber auch wenn wir Mitte des Monats in Mainz im zweiten Zukunftsforum wieder auf die anderen geförderten Institutionen des Projekts „Übermorgen“ treffen.
*„Stadt Theater Plus“ wird gefördert in „Übermorgen – Neue Modelle für Kulturinstitutionen“, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes. Das Programm wird in Kooperation mit Bureau Ritter als Programmbüro durchgeführt. Die Kulturstiftung des Bundes wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Mehr über unser Projekt lesen Sie unter: www.stadttheater.de/menschen-haus/kooperationen/kulturstiftung-des-bundes
Vortrag von Michel Friedman: Demokratie braucht Bühne
80 Jahre Stadttheater Fürth nach dem Zweiten Weltkrieg: Demokratie braucht Bühne
Das Stadttheater Fürth feiert jeden Herbst seinen Geburtstag. In diesem Jahr den 123. Keine runde Zahl, gewiss, aber das große Jubiläum zum 125. Jahrestag der Eröffnung wirft seine Schatten allmählich voraus. Ein anderes Jubiläum, das sich dieser Tage jährt, ist umso beachtenswerter. Vor allem wegen seiner politischen Dimension: Im Herbst 2025 jährt sich die Wiedereröffnung des Hauses nach dem Zweiten Weltkrieg zum achtzigsten Mal. Ein Datum, das weniger nach Feierlichkeit als nach Reflexion verlangt.
Die Geschichte des Fürther Stadttheaters liest sich wie ein Parcours durch die deutsche Zeitgeschichte. 1902 mit Beethovens „Fidelio“ eröffnet – welch prophetische Wahl für eine Bühne, die Jahrzehnte später selbst zum Zeugen von Befreiung und Neuanfang werden sollte. Das Haus, einst stolzes Symbol bürgerlicher Selbstvergewisserung, durchlitt die NS-Zeit, wurde anschließend beschlagnahmt und nach verschiedenen Zwischennutzungen wieder zum Stadttheater. Dass hier direkt nach Kriegsende für einige Monate jüdische Gottesdienste stattfanden, während das zerbombte Deutschland noch seine Trümmer sortierte, gehört zu jenen historischen Fügungen, die kein Dramaturg erfinden könnte.
Die Gegenwart als Echo der Vergangenheit
Wenn Prof. Michel Friedman in seinem Vortrag zur diesjährigen Spielzeiteröffnung fragt: „Können Sie garantieren, dass in fünf oder zehn Jahren die Bundesrepublik Deutschland noch von einer demokratischen Regierung geführt wird?“, dann schwingt darin eine beunruhigende Mahnung aus der Geschichte mit. Die zunächst einsetzende Stille und dann vereinzelt geäußerten Antworten aus dem Auditorium sprechen für sich.
Das Theater als Ort des Verhandelns und Zuhörens – diese Formel klingt banal, bis man sich vergegenwärtigt, was auf dem Spiel steht. Friedman, dessen Eltern die Shoah überlebten, sprach am 25. September über jene Kräfte, die unsere Gesellschaft angreifen. Ein Debattenbeitrag, der sich nicht in akademischer Distanz erschöpft, sondern direkt ins Zentrum des Spielzeitmottos „Zusammen.HALT“ zielt.
Der Imperativ des Zusammenhaltens erhielt seine dramatische Zuspitzung durch Theresia Walsers Uraufführung „Von allen Geistern“, die am 26. September Premiere feierte. Ein Stück, das den Schulalltag nach einer rechtsextremen Machtübernahme imaginiert – keine dystopische Fantasie mehr, sondern erschreckend plausible Extrapolation gegenwärtiger Tendenzen. Wenn Schüler*innen auf dem Pausenhof Bücher verbrennen, weil angeblich „zu viel Holocaust“ darin vorkommt, dann ist das nicht nur theatrale Zuspitzung, sondern Warnung vor einer Realität, die sich bereits in manchen Klassenzimmern andeutet.
Theater als Erinnerungsmaschine
Die deutsche Erstaufführung von „Briefe von Ruth“ am 27. September vervollständigt das programmatische Triptychon. Ruth Maier, deren Aufzeichnungen zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehören, ist hierzulande weitgehend unbekannt – vielleicht ein bezeichnendes Versäumnis unserer Erinnerungskultur. Das preisgekrönte Musical bringt ihre Geschichte nach der Uraufführung beim Musical Frühling in Gmunden nun auch in Fürth auf die Bühne, nicht als museale Geste, sondern als lebendige Vergegenwärtigung einer jungen Frau, die mit beeindruckender Direktheit existenzielle Fragen reflektierte, während um sie herum die Welt in Barbarei versank. Zu sehen noch vom 16. – 19. Oktober im Großen Haus.
Die Dialektik des Erinnerns
Was bedeutet es, wenn ein Theater, das 1935 Adolf Hitler bei einer Operette bewirtete und 1945 von amerikanischen Soldaten als Kino genutzt wurde, heute zum Schauplatz demokratischer Selbstvergewisserung wird? Es bedeutet zunächst, dass Geschichte keine lineare Fortschrittserzählung ist, sondern ein komplexes Gewebe aus Brüchen, Kontinuitäten und Widersprüchen.
Das Fürther Theater hat diese Widersprüche stets produktiv gemacht. Als Nürnberg 1969 nach jahrzehntelangen Haushaltsgeld-Streitereien die Theaterehe kündigte, hätte das Haus in provinzielle Bedeutungslosigkeit versinken können. Stattdessen erfand es sich neu: als Gastspielhaus, als Koproduzent, schließlich als eigenständige Produktionsstätte. Das deutschlandweit einzigartige Drei-Säulen-Modell wurde zum Erfolgsrezept – ein Beweis dafür, dass Krisen auch Katalysatoren sein können.
Provinz beginnt im Kopf
Die Süddeutsche Zeitung attestierte dem Fürther Publikum einst, es würde „Nüsse schmatzen“ und „sich Bonbons zuwerfen“. Ein anderer Kritiker lobte 1975 die „Höflichkeit und vornehme Zurückhaltung“ der hiesigen Theaterbesucher*innen. Beide hatten vermutlich recht – Theater ist schließlich der Ort, an dem Widersprüche koexistieren dürfen.
Bernhard Minetti unterbrach hier einmal eine Vorstellung, um das Publikum für seine Unaufmerksamkeit zu beschimpfen: „Diese Schweinerei ist mir noch in keiner Stadt passiert!“ Auch das gehört zur DNA dieses Hauses – es provoziert, irritiert, fordert heraus. Wenn Politiker den Saal verlassen, weil ihnen „die vielen nackten Männer“ zu viel werden (so 1990 über eine Inszenierung von „Emilia Galotti“ als Gastspiel aus Nürnberg), wenn in der Pause und nach der Vorstellung (und lange danach) über das Gesehene diskutiert wird, dann erfüllt Theater seine gesellschaftliche Funktion: Es macht sichtbar, was gerne verdrängt wird.
Die Kunst des Zusammenhalts
„Zusammen.HALT“ – das Spielzeitmotto lässt sich doppelt lesen: als Aufforderung zum Zusammenhalt und als Imperativ zum Innehalten. Beides braucht unsere polarisierte Gesellschaft dringender denn je. Theater kann keine politischen Probleme lösen, aber es kann Räume öffnen, in denen Komplexität zugelassen, Ambivalenz ausgehalten und Empathie eingeübt wird.
Wenn das Stadttheater Fürth dieser Tage seinen 123. Geburtstag feiert und dabei an die Wiedereröffnung vor 80 Jahren erinnert, dann ist das mehr als nostalgische Nabelschau. Es ist die Vergewisserung einer Institution, die weiß, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist, sondern täglich neu verhandelt werden muss – auf der Bühne wie im Zuschauerraum, in der Kantine wie im Foyer. Ein Haus, das etwas tut, das sich einmischt, das Position bezieht, ohne in Agitprop zu verfallen – das ist vielleicht die beste Form gelebter Demokratie, die Theater bieten kann.
Unsere kommende Spielzeit mit ihrer programmatischen Trias aus Dialog, Imagination und Erinnerung zeigt: Wir glauben, dass kulturelle Institutionen immer viele Perspektiven und Meinungen zu Wort kommen lassen müssen – in Zeiten, in denen die Grundfesten unserer demokratischen Ordnung erodieren, vielleicht noch ein wenig mehr als sonst. Es geht nicht darum, dem Publikum vorzuschreiben, was es zu denken hat. Es geht darum, Denken überhaupt zu ermöglichen – kritisches, empathisches, widerständiges Denken.
123 Jahre Stadttheater Fürth, 80 Jahre Wiedereröffnung nach dem Krieg – das sind nicht nur Daten in einer Chronik. Es sind Markierungen einer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit der Frage, was Theater in einer demokratischen Gesellschaft leisten kann und muss. Die Antwort gibt dieses Haus mit jeder Vorstellung neu: Theater ist der Ort, an dem wir üben, was Gesellschaft bedeutet – mit all ihren Konflikten, Träumen und Albträumen. Ein Ort, an dem das Private politisch und das Politische persönlich wird. Ein Ort des Zusammen.HALTs in beide Richtungen gelesen.
In diesem Sinne: Auf die nächsten 123 Jahre!
Vortrag von Prof. Dr. Dr. Michel Friedmann im Rahmen des Dialogs für Demokratie und Zusammen.HALT am 25. September 2025 am Stadttheater Fürth
Unser Zwillingstheater feiert Jubiläum!
Wir schreiben das Jahr 1901: Die Wiener Stararchitekten Fellner & Helmer wurden ursprünglich mit den Plänen für ein neues Theater im ukrainischen Czernowitz beauftragt. Aufgrund finanzieller Engpässe musste der Bau jedoch verschoben werden – und so nutzten die Architekten ihre Entwürfe kurzerhand für Fürth.
Unser Stadttheater wurde 1902 eröffnet und prägt seitdem das Stadtbild. Wenige Jahre später, 1904–1905, folgte auch in Czernowitz der Bau. Anfang Oktober 1905 wurde das Olha-Kobyljanska-Stadttheater feierlich eröffnet – und seither stehen zwei fast identische Theaterbauten rund1.000 Kilometer voneinander entfernt wie Zwillinge in Europa.
Heute, 120 Jahre nach seiner Eröffnung, feiert unser „Zwilling“ in Czernowitz ein besonderes Jubiläum. Ein Geburtstag, der Freude und Bewunderung weckt – und zugleich Respekt vor den besonderen Umständen, unter denen Theaterarbeit dort gerade möglich ist.
Denn während hierzulande Kultur meist selbstverständlich zum Alltag gehört, kämpfen die Kolleg*innen in der Ukraine mit den täglichen Herausforderungen und Grauen des Kriegs. Und doch lassen sie sich nicht beirren: Mit Leidenschaft, Mut und Ausdauer halten sie das Theater lebendig. Sie proben, spielen, empfangen ihr Publikum – trotz Luftalarm, Unsicherheiten und Einschränkungen.
„Es erfüllt uns mit tiefer Bewunderung, wie das Team und Ensemble in Czernowitz trotz aller Umstände weiterspielt“, betont Intendantin Dr. Silvia Stolz. „Theater zu machen, während ringsum Krieg herrscht, erfordert nicht nur Courage, sondern auch unermüdlichen Einsatz und Herzblut. Wir finden es großartig, dass unsere Kolleg*innen ihr Publikum nicht aufgeben – und wir sind in Gedanken bei ihnen. Dieses Jubiläum zeigt uns allen, wie stark die verbindende Kraft der Kunst ist.“
Wir gratulieren von Herzen: З днем народження! – Alles Gute zum 120. Geburtstag!
Möge das Theater in Czernowitz noch viele weitere Jahrzehnte Menschen bewegen, trösten, begeistern – und als lebendiges Symbol für Hoffnung, Gemeinschaft und letztendlich Frieden wirken.
Besucher*innen-Rekord und Bestnoten: Die Spielzeit 2024/2025 in Zahlen

Besucher*innen-Rekord und Bestnoten für unsere Veranstaltungen – in dieser Spielzeit können wir einige Erfolge verbuchen. Zum Ende der Saison blicken wir zurück und präsentieren Ihnen hier unsere Spielzeit 2024/2025 in Zahlen …
Das Stadttheater Fürth erreichte in der ersten von Intendantin Dr. Silvia Stolz verantworteten Spielzeit 2024/2025, über 100.000 Besucher*innen. Insgesamt wurden über 95.000 Tickets verkauft. Addiert man hierzu die Besucher*innen von Veranstaltungen, die kein Ticket voraussetzen, so wie zum Beispiel Theaterfest, Sparda-Bank Classic Night oder Spielclubs und Einführungen, waren weit über 100.000 Menschen bei Veranstaltungen des Stadttheaters Fürth anzutreffen. Damit ist die Besucher*innenentwicklung wieder auf dem Niveau der Vor-Corona-Jahre. Im Vergleich zur Spielzeit 2023/2024 gab es am Stadttheater Fürth einen Besucher*innen-Zuwachs von 21,5 %.
Erfreulicherweise konnte das Stadttheater einen deutlichen Zuwachs insbesondere im Bereich des Jungen Theaters (alle Spielstätten inklusive Klassenzimmer und Kitas) verbuchen. Während in der Spielzeit 2023/2024 etwa 9.500 Menschen eine Vorstellung in diesem Bereich besuchten, waren es 2024/2025 etwa 13.300.
Bemerkenswert ist zudem, dass über 42 % unseres Publikums eine unserer Eigen- oder Koproduktionen gesehen haben.
Auch die Entwicklung unserer Abonnementverkäufe ist mit einer Steigerung von 10 % sehr erfreulich. Der Freiverkauf von Tickets konnte sogar eine Steigerung von 15 % verbuchen. Noch bis Ende September läuft die Abonnement-Einschreibefrist am Stadttheater, wobei sich schon jetzt bei den verkauften Abonnements erneut eine Steigerung abzeichnet.
Das Stadttheater Fürth hat außerdem ein ganzes Jahr sein Publikum befragt und die Umfrage nun ausgewertet. Insgesamt haben knapp 7.000 Besucher*innen teilgenommen und alle Veranstaltungen des Stadttheaters Fürth mit einer Gesamtnote von 1,53 bewertet. Dabei wurden die Eigen- und Koproduktionen mit 1,34 besser als die Gastspiele mit 1,62 bewertet.
Zu den am besten bewerteten Veranstaltungen zählen unter anderem der Besuch von Schauspielstar Lars Eidinger (Lars Eidinger: „Hauspostille“ am 25. Oktober 2024 – in der kommenden Spielzeit erneut im Stadttheater zu erleben) mit einer Note von 1,07 und „Der Barbier von Sevilla“ in einer Inszenierung des Figurentheater-Stars Nikolaus Habjan mit der Note 1,1. Die Begeisterung der Besucher*innen für „The Ukulele Orchestra of Great Britain“ (auch in der kommenden Spielzeit wieder bei uns zu Gast) ist auch nach dem zehnten Besuch der Ukulele-Virtuosen im Stadttheater Fürth ungebrochen und so wurde das Konzert mit einer Note von 1,13 honoriert.
Darüber hinaus zeigt die Tatsache, dass bei „Dear Evan Hansen“, dem Musicalhighlight der Saison 2024/2025, fast 45 % der Besucher*innen einen Anreiseweg von über 100 km auf sich genommen haben, dass das Stadttheater Fürth weit über die Stadtgrenze und die Region hinaus ein etablierter Musicalstandort geworden ist.
Über die gesamte Spielzeit hinweg haben insgesamt 6,2 % einen Weg von über 100 km zum Stadttheater Fürth auf sich genommen. Zahlreiche Besucher*innen gaben zudem an, das Stadttheater Fürth zum ersten Mal besucht zu haben. Bei einigen Veranstaltungen machten die Erstbesucher*innen einen Wert von 30 – 40 % aus.
Für diese großartige Resonanz bedanken wir uns herzlich bei Ihnen, verehrtes Publikum, und freuen uns schon darauf, Sie in der kommenden Spielzeit 2025/2026 wieder bei uns begrüßen zu dürfen.
Spielzeitstart 2025/2026 | Zusammen.HALT | #Demokratie
Theaterfest | Bunter Spielzeitauftakt | So 21. September 2025, ab 13.00 Uhr
Dialog für Demokratie und Zusammen.HALT | Podiumsdiskussion | Do 25. September 2025, 18.30 Uhr
Von allen Geistern | Uraufführung von Theresia Walser | Ab Fr 26. September 2025, 20.00 Uhr
Briefe von Ruth | Deutsche Erstaufführung | Musical | Ab Sa 27. September 2025, 19.30 Uhr
Klima, Kunst und magische Kräfte: Proben für die Spielzeit 2025/2026
Die aktuelle Spielzeit neigt sich dem Ende zu – und wir stecken bereits mitten in den Proben für einige unserer Eigenproduktionen der Saison 2025/2026. Denn erst durch den aufwändigen Inszenierungsprozess wird aus einer Textfassung lebendiges Theater …
Darum traf sich in der vergangenen Woche das Team von „Ausnahmezustand“ – einem Klassenzimmerstück zum Thema Klima-Aktivismus – zur Konzeptionsprobe. In unserem gemütlichen Nachtschwärmer-Foyer fanden sich alle ein: Intendanz, Produktionsteam, Dramaturgie und Kommunikation – denn Theater ist Teamwork und eine Konzeptionsprobe ein wichtiger Anlass, um dieses Team zusammenzubringen. Sie gilt als offizielle Geburtsstunde der jeweiligen Produktion, da hier erstmals allen das Inszenierungskonzept vorgestellt wird und die verschiedenen Gewerke von ihren bisherigen Vorbereitungen berichten. Zudem markiert sie den Beginn der szenischen Proben, das Stück wird erstmals gemeinsam gelesen.
Kurz darauf folgte die Konzeptionsprobe eines weiteren Solo-Stücks: „NippleJesus“. Der humorvolle Text von Nick Hornby über den Kunstbetrieb, Provokation, Wahrnehmung und die Frage, wer hier eigentlich wen zum Narren hält, wird schon ab Oktober in verschiedenen Kunsträumen der Stadt zu sehen sein. Ein cleveres Stück voll unerwarteter Wendungen – unterhaltsam, tiefgründig und herausfordernd zugleich.
Auch unsere diesjährige Weihnachtsmärchen-Produktion nimmt bereits Gestalt an: „Der Zauberer von Oz“ hatte kürzlich seine Bauprobe. Grit Lukas, die Regisseurin der Produktion, präsentierte dabei ihre Vision für die Neuinszenierung. Mit frischem Blick greift sie die Motive des Stücks auf, das damals wie heute wichtige Botschaften vermittelt. Schließlich begibt sich Dorothy, die Protagonistin, auf eine Reise. Eine Reise nach Hause? Oder zu sich selbst? Und worauf kommt es dabei wirklich an? Ein märchenhaftes Theatererlebnis für Groß und Klein.
Wir freuen uns sehr darauf, diese wunderbaren Produktionen mit Leben zu füllen und noch dieses Jahr auf unterschiedlichste „Bühnen“ zu bringen – mal in die Schule, mal in die Kunstgalerie und mal zu uns ins Theater.
Weitere Informationen zu den genannten Veranstaltungen erhalten Sie hier:
Ausnahmezustand – Klassenzimmerstück von Christina Kettering
NippleJesus – Humorvolles Solo-Stück von Nick Hornby
Der Zauberer von Oz – Weihnachtsmärchen nach dem Roman von Lyman Frank Baum
Konzertanter Saison-Höhepunkt: Die Sparda-Bank Classic Night 2025
Große Emotionen, Gänsehaut und den ein oder anderen Ohrwurm – das und vieles mehr verspricht unsere diesjährige Sparda-Bank Classic Night. Das Motto „Cinema in Concert“ ist aufmerksamen Stadttheater-Fans sicherlich nicht entgangen, doch welche weltbekannten Hits sich konkret hinter diesem Titel verbergen, verrieten wir erstmals bei der heutigen Pressekonferenz. Auch die vielfältigen Aktionen, die am darauffolgenden Sparda-Bank Classic Day for Kids geplant sind, wurden nun bekanntgegeben.
Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, Thomas Lang, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank Nürnberg, sowie unsere Intendantin Dr. Silvia Stolz präsentierten den Pressevertreter*innen heute gemeinsam das fulminante Programm, das erstmals von der Württembergischen Philharmonie Reutlingen dargeboten wird. Unter der Leitung von Markus Huber, der auch die Moderation übernehmen wird, werden die berühmtesten Filmmelodien erklingen. Freuen Sie sich auf weltbekannte Hits aus „Star Wars“, „Der Zauberer von Oz“, „Frühstück bei Tiffany“, „Der Pate“ und vielen mehr! Eine Auflistung aller Werke finden Sie ab sofort auf unserer Homepage. Zudem freuen wir uns sehr, dass die Weinstube Schilderwach auch in diesem Jahr wieder für delikate Verpflegung sorgen wird.
So verwandelt sich die Liegewiese im Stadtpark am 19. Juli 2025 zu einem der wahrscheinlich größten Konzertsäle des Landes!
Am nächsten Tag laden wir insbesondere die kleinen und kleinsten Klassik-Liebhaber*innen ein, gemeinsam mit ihren Familien Musik auf verschiedenste Weisen zu erleben. Von tollen musikalischen Darbietungen über diverse Gestaltungs-Angebote bis hin zu Mitmach-Tänzen ist für jede*n etwas dabei – und das Kinderschminken darf natürlich auch nicht fehlen. Das genaue Programm finden Sie hier.
Dank des großzügigen Sponsorings der Sparda-Bank Nürnberg und der infra Fürth, die in diesem Jahr erstmalig ebenfalls beteiligt ist, können Sie diesen großartigen Abend und den darauffolgenden Tag wie gewohnt kostenlos erleben.
Thomas Lang erläutert, warum sich die Sparda-Bank Nürnberg schon seit Jahren für das Kulturereignis einsetzt: „Die Sparda-Bank Classic Night ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Musik Menschen aus allen Lebenswelten miteinander verbindet. Wir als Genossenschaftsbank setzen uns mit der Unterstützung der Classic Night und unserem SpardaKultursommer dafür ein, kostenfreien Zugang zu Kultur zu ermöglichen und damit die Lebensqualität für alle Menschen in Nordbayern zu verbessern.“
Wir freuen uns schon riesig darauf, dieses ganz besondere Open-Air-Erlebnis gemeinsam mit Ihnen zu genießen.
Weitere Informationen zur Sparda-Bank Classic Night erhalten Sie hier.
Weitere Informationen zum Sparda-Bank Classic Day for Kids erhalten Sie hier.
VR Bank Metropolregion Nürnberg unterstützt „Brückenbau - Das Community-Projekt“ am Stadttheater Fürth
VR Bank Metropolregion Nürnberg engagiert sich als Hauptsponsor für das partizipative Projekt „Brückenbau“ am Stadttheater Fürth. Ziel des Projekts ist es, Menschen unterschiedlicher Herkunft, Altersgruppen und sozialer Hintergründe künstlerisch zusammenzubringen – und so buchstäblich Brücken zwischen Generationen, Kulturen und Lebenswelten zu bauen.
Die künstlerische Sparte, die unter der Leitung von Yvonne Swoboda realisiert wird, setzt auf Mitgestaltung und kreative Beteiligung. Bürger*innen aus der Region erleben in abwechslungsreichen Werkstätten und Labs die künstlerischen Besonderheiten verschiedener Theatergenres und gestalten gemeinsam unter professioneller Anleitung Produktionen, die Vielfalt sichtbar machen und neue Perspektiven eröffnen.
Mit der Förderung des Projekts setzt die VR Bank Metropolregion Nürnberg ihr starkes regionales Engagement fort. Die Genossenschaftsbank unterstützt seit Jahren zahlreiche Vereine, soziale Initiativen und Bildungseinrichtungen. Über Spenden, Sponsoring und die Raiffeisen-Stiftung stärkt sie das gesellschaftliche Leben in der Metropolregion. „Gemeinsam mehr erreichen – das ist eine der Maxime der VR Bank Metropolregion Nürnberg. Und drückt aus, was das Projekt ‚Brückenbau‘ bedeutet. Gemeinsam kreativ sein, gemeinsam Erfolge feiern, gemeinsam Brücken bauen. Zwischen Generationen und Kulturen, frei von Vorurteilen und zugänglich für jeden. Deshalb unterstützen wir als regionale Genossenschaftsbank dieses Projekt. Wir freuen uns auf das, was entsteht, und begleiten aktiv.“ (Thomas Gimperlein, stv. Vorstandsvorsitzender).
Auch das Stadttheater Fürth begrüßt die Zusammenarbeit ausdrücklich: „Theater ist für uns ein Ort der Begegnung und des Austauschs für unsere vielfältige Stadtgesellschaft. Der „Brückenbau“ bietet die Möglichkeit einer aktiven kulturellen und damit gesellschaftlichen Teilhabe. Wir freuen uns sehr, dass die VR Bank Metropolregion Nürnberg dieses Vorhaben als Partner begleitet und diese Teilhabe unterstützt." (Dr. Silvia Stolz, Intendantin Stadttheater Fürth). Die Projektleiterin Yvonne Swoboda unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz des Vorhabens. „Mit dem „Brückenbau“ wollen wir kreative Räume schaffen, in denen jeder Mensch seine Stimme, Gefühle und Talente einbringen kann. Durch die Unterstützung der VR Bank als starken regionalen Partner, können wir die Räume offen und lebendig gestalten und so durch unsere Sichtbarkeit aktiv für eine offene Stadtgesellschaft eintreten.“
Neue Modelle für Kulturinstitutionen – Förderung für Projekt „STADT LAND PLUS“

Institutionen prägen die kulturelle Landschaft Deutschlands. Opernhäuser und Museen, Bibliotheken, Konzerthäuser und Theater sind Orte künstlerischer Freiheit, sie können Foren für Mitbestimmung und Teilhabe sein wie auch Impulsgeber für Diskurse und Fantasie. In einer Zeit komplexer Herausforderungen kommt diesen Kulturorten eine besondere gesellschaftliche Verantwortung zu. Sie sind mehr denn je gefragt, zukunftsweisende Wege zu beschreiten. Wie sehen Kulturorte künftig aus? Wie agieren zukunftsgewandte und flexible Organisationen? Wie gestalten sie digitalen Wandel? Mit wem arbeiten sie zusammen und wie öffnen sie sich für diverse gesellschaftliche Gruppen? Eine Priorisierung der Probleme und die Erarbeitung von Lösungswegen gestalten sich als komplex.
Das zweistufige bundesweite Förderprogramm „Übermorgen – Neue Modelle für Kulturinstitutionen“ lädt Kultureinrichtungen ein, sich den Herausforderungen zu stellen und substanziell neue Perspektiven zu entwickeln.
50 deutsche Kulturinstitutionen wurden im Programm „Übermorgen – Neue Modelle für Kulturinstitutionen“ für eine Förderung ausgewählt: Ab Mai 2025 entwickeln die Geförderten Konzepte, um ihre Institutionen in die Zukunft zu führen. Die teilnehmenden Einrichtungen entwickeln zwischen Mai 2025 und Dezember 2026 Konzepte, um ihre Institutionen als offene Orte des künstlerischen Schaffens und der gesellschaftlichen Verständigung in die Zukunft zu führen. Das Programm unterstützt sie finanziell und strukturell bei der Ausarbeitung eigener Vorhaben. Ziel ist es, Ressourcen zu bündeln, komplexe Betriebsstrukturen zu reformieren oder neue Nutzungskonzepte zu erproben.
Das Stadttheater Fürth wird mit seinem Projekt „STADT LAND PLUS“ mit € 50.000 unterstützt. Kern dieses Projekts ist es, Möglichkeiten zu finden, dass ressourcenaufwändige Eigenproduktionen durch eine institutionsübergreifende Zusammenarbeit länger am Leben gehalten werden und an verschiedenen Gastspielorten gespielt werden können. Die Gastspieltheater hätten Vorteile für ihren Spielplan. Teilhabe würde vor Ort ermöglicht. Gleichzeitig würde es dem Stadttheater Fürth ermöglichen, den Regieteams und den engagierten Gästen eine angemessene Vergütung zu bezahlen und die Ressourcen grundsätzlich nachhaltiger zu nutzen. Im Moment werden große Eigenproduktionen aufgrund der Mischung des Spielplans mit Gastspielen en suite gespielt, d.h. nach einer Woche sind die Produktionen abgespielt. Dies ist weder nachhaltig noch ressourcenschonend und für die unter Vertrag genommenen Gäste nicht zufriedenstellend (da Gagen i.d.R. pro Aufführung gezahlt) und in der Zukunft ohnehin immer schwerer zu erwirtschaften sind.
Das Stadttheater Fürth möchte in der Orientierungsphase ein konkretes Konzept mit Partner*innen entwickeln, um das Haus institutionell weiterzuentwickeln. Die Vision ist ein „Stadttheater Plus Land“ – keine klassische Landesbühne, sondern ein neues Modell für Mobilisierung, Flexibilisierung und Distribution von Theaterproduktionen, sozusagen als ‚vierte Säule‘ des Stadttheaters Fürth. Das Projekt hat sowohl einen wissenschaftlichen Anspruch als auch eine praktische, anwendungsbezogene Seite. Das bisherige Drei-Säulen-Modell des Stadttheaters Fürth beschreibt das Angebot von Eigenproduktionen, Gastspielen und Koproduktionen mit anderen Bühnen.
Eine unabhängige Jury wählte aus den über 280 Antragstellenden aus 15 Bundesländern 50 Institutionen, Verbünde oder Kommunen in Großstädten für eine Förderung aus.
Katarzyna Wielga-Skolimowska, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes: „In ihren Anträgen zeigen die Kulturinstitutionen und die Kommunen bundesweit großen Mut und große Offenheit. Theater, Bibliotheken und Museen, oft gemeinsam mit Kulturpolitik oder -verwaltung, beschäftigen sich trotz der angespannten Haushaltslage vieler Kommunen damit, wie sie in der Zukunft als relevante und offene, gemeinwohlorientierte Einrichtungen funktionieren können. Sie arbeiten dafür mit anderen Institutionen zusammen und nehmen auch die eigenen Strukturen unter die Lupe.“
Theater in Bewegung – elektrisch und nachhaltig durch Fürth
Ob Perücken und Kostüme, Requisiten oder mobile Stellwände – oft müssen unsere Gewerke Gegenstände zwischen Werkstätten, Probenorten und Spielstätten transportieren. Ab sofort dürfen wir das mit elektrischem Rückenwind machen: Ein neues E-Lastenrad unterstützt unsere Kostüm- und Requisitenabteilungen bei ihren täglichen Wegen – nachhaltig, wendig und ziemlich stylisch.
Möglich macht das eine großzügige Spende der BMW Niederlassung Nürnberg, vertreten durch Thomas Fischer. Am Dienstag, 20. Mai, fand auf dem Vorplatz des Stadttheaters die offizielle Übergabe statt – neben dem BMW-Niederlassungsleiter Thomas Fischer waren unsere Intendantin Dr. Silvia Stolz, Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung (selbst begeisterter Radfahrer) und natürlich das neue Flottenmitglied mit E-Antrieb dabei.
Das Lastenrad ist für unsere Kostüm- und Requisitenabteilungen eine echte Erleichterung: umweltfreundlich, flexibel und ein echtes Statement für nachhaltige Mobilität – mitten im Theateralltag und mitten in der Stadt.
Wir bedanken uns herzlich bei BMW Nürnberg für die Unterstützung und freuen uns auf viele klimafreundliche Kilometer auf den schönen Straßen unserer Stadt!
„Fantasievoll, rührend, lustig“: Probenstart für „Rico, Oskar und die Tieferschatten“
Andreas Steinhöfels Roman „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ wurde 2009 mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet und gilt längst als moderner Klassiker. Die rasante Kriminalgeschichte um die Freundschaft der beiden ungleichen Jungs Rico und Oskar wird stets auf sehr empathische und liebevolle Weise erzählt, was sie insbesondere für junge Menschen sehr zugänglich und nahbar macht.
Diesen wunderbaren Stoff wird das Stadttheater Fürth in etwa einem Monat auf die Bühne des Kulturforums bringen. Dafür wurden gestern, am 12. Mai 2025, die Proben aufgenommen – zunächst auf unserer Probebühne in der „Uferstadt“. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung führte unser Werkstattleiter Andreas Braun die drei Darsteller*innen Matthäus Zaborszyk, Boris Keil und Sunna Hettinger zum ersten Mal durch das Bühnenbild. Anschließend fasste Charlotte Van Kerckhoven, die Regisseurin des Stücks, ihre Bühnenfassung des Romans zusammen und hob besonders wichtige Aspekte des Stücks und Charakterzüge der verschiedenen Figuren hervor – wie beispielsweise den starken Kontrast zwischen dem „tiefbegabten“ und zugleich wissbegierigen Rico und dem so schlau wie ängstlichen Oskar oder die berührende Beziehung zwischen der alleinerziehenden Mutter und ihrem Sohn Rico. Den ersten Eindruck der geplanten Optik des Stücks vervollständigte dann Anne Brügel, die bei dieser Inszenierung für Bühne und Kostüme verantwortlich ist, durch die Vorstellung der Figurinen – also erster Vorzeichnungen der geplanten Kostüme. Das darauffolgende erste gemeinsame Lesen des Stücks machte die Einstimmung in den anstehenden Probenprozess komplett.
Wir freuen uns schon riesig darauf, Ihnen die vom SPIEGEL als „Fantasievoll, rührend, lustig“ resümierte Geschichte in Form eines Theaterstücks erzählen zu dürfen.
Die Premiere findet am 20. Juni 2025 in der Großen Halle des Kulturforums Fürth statt.
Karten können Sie bereits jetzt an der Vorverkaufskasse oder im Webshop erwerben.
Weitere Infos zum Stück erhalten Sie hier.
Pressekonferenz zum neuen Spielplan 2025/2026

In der zweiten von Intendantin Dr. Silvia Stolz und ihrem Team geplanten Spielzeit erwarten Sie diverse Veranstaltungshighlights! Unter dem Spielzeitmotto Zusammen.HALT holen wir preisgekrönte Produktionen, große Namen, spannende Kunstformate, Tanzensembles aus der ganzen Welt und noch vieles mehr zu uns nach Fürth. Dabei wollen wir eine Bühne für Vielfalt, Diversität und Inklusion sein. Wir wollen uns auf das fokussieren, was uns zusammenhält, und uns gegenseitig Halt geben, gemeinsam Theater erleben und diskutieren.
Pressevertreter*innen haben wir bei der Pressekonferenz in der vergangenen Woche bereits einen Überblick über unsere kommende Spielzeit 2025/2026 gegeben, worüber das Funkhaus Nürnberg den tollen Audio-Beitrag erstellt hat, den Sie sich hier anhören können.
Selbstverständlich informieren wir auch Sie, verehrtes Publikum, gerne persönlich über unseren neuen Spielplan und seine Highlights. Kommen Sie einfach am Samstag, 24. Mai 2025, um 11.00 Uhr zu uns ins Stadttheater und lassen Sie sich von uns, unserem Ensemble und Jasmina Sakr, der preisgekrönten Hauptdarstellerin unserer Musical-Eigenproduktion „Briefe von Ruth“, einige Appetithappen der neuen Saison kredenzen!
Radio F, 6. Mai 2025
Bundesfreiwilligendienst am Stadttheater Fürth

Das Theater ist ein Ort der Künste, der Passion und des Staunens. Von klassischem Schauspiel bis zum „Schenkelklopfer“-Kabarett kommen hier die unterschiedlichsten Menschen zusammen, um gemeinsam Kultur zu erleben. Doch wer sorgt eigentlich dafür, dass Gastspiele auf die Bühne kommen? Wer hilft beim Erstellen der zahlreichen Programmhefte und Beiträge für die Social-Media-Kanäle? Bundesfreiwilligendienstleistende Leonie Helmer berichtet aus ihrem Theater-Alltag …
Für mich war nach der Schule klar: Bevor ich anfange, zu studieren, will ich mich ausprobieren und etwas Neues entdecken. So stieß ich auf unser wunderschönes Stadttheater Fürth, das gleich zwei Bundesfreiwilligendienststellen ausgeschrieben hatte.
Aber was bringt einem ein Freiwilligenjahr am Theater eigentlich? Außer kostenlosen Eintritt in alle Vorstellungen? Eine ganze Menge! Auch und gerade, weil das Stadttheater Fürth ein kleines Haus mit familiärer Atmosphäre ist, wird man schnell in die unterschiedlichen Abteilungen und Arbeitsabläufe eingebunden. Ob in der Dramaturgie und Theaterpädagogik oder Presse- und Öffentlichkeitsarbeit – du wirst vom ersten Tag an integriert und unterstützt. Durch bereichsübergreifende Aufgaben erhältst du umfassende Einblicke in die vielfältigen Abläufe, die das Theater zu einem lebendigen Ort machen.
Ich habe meine „BufDi“-Stelle in der Dramaturgie angetreten. Dort widmete ich mich vor allem kreativen Aufgaben wie der Mitarbeit an Programmheften aller Sparten. Die Dramaturgie befasst sich intensiv mit den Inhalten der Produktionen und verbindet diese mit praktischer Theaterarbeit. Konkret bedeutet das: viel Recherche zu den unterschiedlichsten Themen – von feministischer Poesie über dystopische Zukunftsvisionen bis hin zum Leben Beethovens. Wer gerne liest und schreibt, ist in der Dramaturgie also genau richtig. Eine inszenierungsbegleitende Regiehospitanz vermittelt obendrein Einblicke in den Probenprozess eines Stückes von der allerersten Probe bis zur Premiere.
Wenn dir die Arbeit mit Kindern Freude macht, ist die Theaterpädagogik der ideale Platz für Dich: Vom KidsClub über den JugendClub bis hin zu Kita- und Klassenzimmerstücken sowie verschiedenen Workshops und Ferienprogrammen hilfst du dabei, Menschen verschiedener Altersgruppen das Theater näherzubringen.
Im Bereich Kommunikation sammelst du wertvolle Erfahrungen in Presse- und Marketingarbeit. Du betreust die Social-Media-Präsenz des Hauses auf Facebook, Instagram und YouTube mit, achtest auf die Homepage und baust Beziehungen zu Influencer*innen und Blogger*innen auf. Bei Premieren, Gastspielen oder Sponsorenempfängen sorgst du mit dafür, dass alle Presseangelegenheiten reibungslos ablaufen.
Egal für welchen Bereich du dich entscheidest – deine „BufDi“-Zeit bringt dir mehr als nur freien Eintritt und Taschengeld. Praktische Erfahrung, Einblick in die Arbeitswelt, spannende Aufgaben und ein tolles Team erwarten dich. Mit deiner Unterstützung wirst du selbst Teil dieses aufregenden, dynamischen Theaterlebens.
Für die kommende Spielzeit 2025/2026 suchen wir neue Bufdis, die uns unterstützen. Du hast Interesse? Hier findest du die beiden Stellenausschreibungen.
Welttheatertag: Ein Aufschrei für die Freiheit der Kunst

Die Bühnenbretter ächzen unter der Last politischer Spannungen, während wir heute den Welttheatertag feiern – jenen Tag, der 1961 vom Internationalen Theaterinstitut (ITI) initiiert wurde, um die transformative Kraft der darstellenden Künste zu würdigen.
Seit 1962, mit der Eröffnung des ITI-Festivals „Theater der Nationen“ in Paris, verfasst eine Persönlichkeit aus dem Theater eine Botschaft, um auf die gesellschaftliche Bedeutung von Theater hinzuweisen: Von Jean Cocteau bis Isabelle Huppert – die Liste der Persönlichkeiten, die dem Theater ihre Stimme liehen, liest sich wie ein Who's who der Kulturgeschichte.
In diesem Jahr richtet der griechische Theatermacher Theodoros Terzopoulos seine Botschaft an uns – eine Botschaft, die tief in die Wunden unserer Zeit schneidet. „Kann das Theater das SOS unserer Zeit hören?“, fragt er. „Ist das Theater in Sorge über den Zustand der Menschheit, wie sie sich im 21. Jahrhundert entwickelt, wo Bürger*innen von politischen und wirtschaftlichen Interessen, Medienkonzernen und meinungsbildenden Firmen manipuliert werden?“. Seine Worte klingen wie ein Echo durch die Zuschauerreihen: „Wir brauchen neue Formen des Erzählens, die darauf abzielen, Erinnerung zu kultivieren und eine neue moralische und politische Verantwortung zu formen.“
Während die Scheinwerfer dieses symbolischen Tages leuchten, verdunkeln sich gleichzeitig die Bühnen in vielen europäischen Ländern. Die künstlerische Freiheit – jenes kostbare Gut, das wir so selbstverständlich glaubten – steht unter massivem Beschuss. PEARLE*, die europäische Dachorganisation der Arbeitgeberverbände der Darstellenden Künste, hat Alarm geschlagen: In zahlreichen EU-Mitgliedsstaaten erleben wir gezielte Budgetkürzungen, willkürliche Entlassungen künstlerischer Leiter*innen und zunehmende inhaltliche Zensur.
Die Ironie könnte kaum größer sein: In Zeiten, in denen Theater als kritisches Reflexionsmedium dringender gebraucht wird denn je, wird genau dieser Reflexionsraum systematisch beschnitten. „Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode“, kommt einen das zu oft bemühte Zitat aus Shakespeares „Hamlet“ in den Sinn.
Hamburgs Kultursenator Dr. Carsten Brosda, zugleich Präsident des Deutschen Bühnenvereins, bringt es anlässlich des heutigen Welttheatertages auf den Punkt: „Wo die Freiheit der Kunst beschränkt wird, ist die Demokratie in Gefahr.“ Seine Worte sind mehr als rhetorische Finesse – sie sind die dringende Mahnung, dass „der Kampf um kulturelle Hegemonie auf dem Feld der Künste geführt wird. Wir sehen jeden Tag, wie die Freiheit der Kunst vermehrt unter Druck gerät und wie schnell sicher geglaubte demokratische Werte und Freiheiten demontiert werden können.“
Aus diesem Anlass hat der Deutsche Bühnenverein die Kampagne #Kunstistfrei ins Leben gerufen. Ein Rettungsanker in aufgewühlten Gewässern. Die Kampagne erinnert uns daran, dass Theater und Theaterschaffende für eine Gesellschaft einstehen, „die von der offenen Vielfalt der Demokratie und von der unberechenbaren Schönheit der Künste geprägt ist.“
An diesem Welttheatertag sind wir also alle aufgerufen, diese Debatte mitzutragen. Denn was auf dem Spiel steht, ist weit mehr als die Existenz kultureller Einrichtungen – es ist die Frage, in welcher Gesellschaft wir leben wollen? Thodoros Terzopoulos formuliert es in seiner Botschaft mit einem Verweis auf die Ursprünge unseres heutigen Theaters – und unserer Demokratie: „Dionysos stellt die fundamentale ontologische Frage: ‚Worum geht es?‘, eine Frage, die den Schöpfenden zu einer immer tieferen Erforschung der Wurzeln des Mythos und der vielfältigen Dimensionen des menschlichen Rätsels treibt.“
In diesem Sinne: Lassen wir die Vorhänge aufgehen für ein Theater, das keine Angst hat, unbequeme Fragen zu stellen und das „SOS unserer Zeit“ nicht nur zu hören, sondern ihm lautstark zu begegnen!
Hier finden Sie die vollständige Botschaft zum Welttheatertag 2025 von Theodoros Terzopoulos.
Hier gelangen Sie auf die Homepage des Internationalen Theaterinstituts.
Hier erhalten Sie weitere Informationen zur Kampagne #Kunstistfrei des Deutschen Bühnenvereins.
Ein besonderer Tag für ein besonderes Publikum – Der Welttag des Theaters für junges Publikum
„Das Theater ist ein Ort der Begegnung – mit sich selbst, mit anderen und mit der Welt.“ Diese einfache und doch so tiefgründige Wahrheit wird besonders deutlich, wenn wir die Augen eines Kindes im Theater beobachten: weit geöffnet, neugierig, staunend und voller Entdeckerfreude.
Am 20. März feiern wir den Welttag des Theaters für junges Publikum – ein Tag, der von der ASSITEJ, der Internationalen Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche, ins Leben gerufen wurde. Die ASSITEJ setzt sich weltweit dafür ein, dass Kinder und Jugendliche Zugang zu anspruchsvollem Theater haben. Denn wie es in Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention verankert ist: Kinder haben ein Recht auf „freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben“.
Warum Theater für Kinder so wichtig ist
Theater für junges Publikum ist weit mehr als nur Unterhaltung. Es ist ein Raum, in dem Kinder und Jugendliche die Welt entdecken können – auf eine Weise, die ihnen Freiraum zum Denken, Fühlen und Verstehen gibt.
Die Darstellenden Künste eröffnen jungen Menschen Zugänge, die über bloße kulturelle Teilhabe hinausgehen. Sie ermöglichen Einblicke in verschiedene Themen und gesellschaftliche Diskurse und regen zum Austausch an. Hier werden komplexe Themen kindgerecht aufbereitet, ohne sie zu vereinfachen. Hier dürfen Kinder lachen, weinen, staunen und sich wundern.
In einer Zeit, in der digitale Medien tägliche Begleiter sind, bietet das Theater etwas Einzigartiges: unmittelbare Begegnungen. Die Schauspieler*innen und das Publikum atmen dieselbe Luft, teilen denselben Raum und erleben gemeinsam einen Moment, der nie genau so wiederkehren wird.
Die „Schule der Wahrnehmung“ – Theater als ästhetische Bildung
Theater lehrt Kinder im ursprünglichsten Sinne der Ästhetik das „Sehenlernen“. Das griechische Wort ‚aisthesis‘ bedeutet Wahrnehmung – und genau darum geht es: Theater schärft die Sinne und lehrt, genauer hinzuschauen, feiner zu hören und Empfindungen zu reflektieren. Im Theater lernen Kinder nicht nur die Welt zu sehen, wie sie ist, sondern auch, wie sie sein könnte. Sie üben sich in der Kunst des genauen Beobachtens, des Unterscheidens zwischen Schein und Sein, zwischen Darstellung und Wirklichkeit. Diese ästhetische Bildung ist fundamental für die Entwicklung einer differenzierten Wahrnehmung und kritischen Urteilsfähigkeit. Wenn ein Kind im Theater sitzt und gebannt dem Geschehen folgt, trainiert es seine visuelle Intelligenz, seine emotionale Wahrnehmungsfähigkeit und seine Fähigkeit, Symbole zu verstehen und zu interpretieren. Es lernt, zwischen den Zeilen zu lesen und hinter die Oberfläche zu schauen – eine Kompetenz, die in unserer bilderfüllten Welt wertvoller ist denn je.
Ein Geschenk, das Ihr Euren Kindern machen könnt
Wer mit Kindern ins Theater geht, schenkt ihnen mehr als nur eine schöne Zeit. Kinder bekommen:
- Die Möglichkeit, ihre Vorstellungskraft zu entfalten
- Raum für Empathie und emotionales Verständnis
- Zugang zu Geschichten, die zum Nachdenken anregen
- Ein Verständnis für unterschiedliche Perspektiven
- Die Erfahrung, Teil einer gemeinsamen kulturellen Erfahrung zu sein
Kinder- und Jugendtheater sind Orte, an denen junge Menschen ernst genommen werden. Hier werden ihre Fragen, Ängste und Träume auf die Bühne gebracht – respektvoll und auf Augenhöhe.
Der nächste Theaterbesuch wartet auf Euch!
Der Welttag des Theaters für junges Publikum ist der perfekte Anlass, sich über das reichhaltige Angebot im Bereich Kinder- und Jugendtheater zu informieren.
Am Stadttheater Fürth zum Beispiel werden neben den angebotenen Inszenierungen im Kinder- und Jugendbereich regelmäßig Ferienworkshopsangeboten, das aktive Theaterspielen im Kids- oder Jugendclub ermöglicht und in Kitas sowie Klassenzimmern Theaterstücke aufgeführt.
Theater für junges Publikum ist so vielfältig wie seine Zuschauer*innen: Von kurzen Stücken für die Allerkleinsten (die dann meist noch auf Sitzkissen dem Spiel auf der Bühne folgen) bis zu intensiven Jugendstücken, von Klassikern bis zu zeitgenössischen Produktionen – es gibt für jedes Alter und jeden Geschmack etwas zu entdecken.
Nehmt Euch die Zeit, gemeinsam mit Euren Kindern und Enkeln, Neffen und Nichten, Schulfreundinnen und -freunden oder wem auch immer diese Welt zu entdecken. Es ist immer wieder überraschend, wie viel man auch als Erwachsener selbst dabei lernt und wie bereichernd es sein kann, die Welt wieder einmal durch die Augen von Kindern zu sehen.
Denn wie ASSITEJ uns erinnert: Theater ist nicht nur ein Recht – es ist ein Geschenk, das wir unseren Kindern machen können, damit sie zu offenen, empathischen und kulturell reichen Menschen heranwachsen.
Informationen zu unserem Angebot für junges Publikum erhalten Sie hier: Junges Theater.
Bühne frei für neues Wissen: VHS und Stadttheater Fürth in kreativer Allianz

Wer denkt, Theater sei nur etwas, das sich auf der Bühne, im Parkett oder in der Loge abspielt, darf jetzt umdenken! Seit Juni 2024 haben das Stadttheater Fürth und die Volkshochschule Fürth ihre Kräfte gebündelt – und nun zeigt sich, was diese Zusammenarbeit wirklich bedeutet: Ein theatrales Erlebnis, das weit über den klassischen Theaterabend hinausgeht.
„Uns verbindet viel mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde“, könnte das inoffizielle Motto dieser Kooperation lauten. Beide Institutionen teilen den Anspruch, Bildung und Kultur nicht nur zu vermitteln, sondern erlebbar zu machen. Und genau dieses gemeinsame Ziel manifestiert sich nun in einer Veranstaltungsreihe, die in dieser Form ein Novum für Fürth darstellt.
Im Mittelpunkt steht die Inszenierung „(R)Evolution – Eine Anleitung zum Überleben im 21. Jahrhundert“ unter der Regie von Christina Gegenbauer, die am 2. Mai 2025 ihre Premiere im Stadttheater Fürth feiern wird.
Das Stück von Yael Ronen und Dimitrij Schaad, inspiriert von den Bestsellern des israelischen Historikers Yuval Noah Harari, wirft fundamentale Fragen unserer Zeit auf: Wie werden wir in einer Welt leben, die zunehmend von Künstlicher Intelligenz, Biotechnologie und digitaler Revolution geprägt ist? Welche Rolle bleibt uns Menschen in dieser sich rasant wandelnden Zukunft?
Doch statt diese Fragen nur auf der Bühne zu verhandeln, gehen VHS und Stadttheater einen Schritt weiter. Mit vier ineinandergreifenden Veranstaltungen bieten sie Interessierten die Möglichkeit, den gesamten theatralen Schaffensprozess zu begleiten – vom ersten Konzept bis zur fertigen Inszenierung. Dabei wird nicht nur über die Schulter geschaut, sondern aktiv diskutiert, reflektiert und gemeinsam gedacht.
Besonders spannend: Die Teilnehmer*innen können die künstlerische Entwicklung hautnah miterleben – vom ersten dramaturgischen Austausch über einen exklusiven Probenbesuch bis zum gemeinsamen Theaterabend mit Sektempfang. Die Reihe schließt mit einer Diskussionsrunde, in der die gewonnenen Eindrücke gemeinsam mit dem Dramaturgen vertieft werden können.
Ergänzend dazu bereichern wissenschaftliche Vorträge zu Themen wie Künstlicher Intelligenz, algorithmischer Manipulation und Smart-Home-Technologien das Angebot. Martin Haseneyer und Manuel Gelsen werfen einen kritischen Blick auf technologische Entwicklungen, die unseren Alltag bereits jetzt durchdringen – und, wenn wir nicht Teil der Entwicklung bleiben, morgen möglicherweise dominieren werden.
Die Kooperation zeigt exemplarisch, wie kulturelle Bildung im 21. Jahrhundert funktionieren kann: nicht isoliert in einzelnen Institutionen, sondern vernetzt, dialogisch und partizipativ. Theater wird so zum Ausgangspunkt für einen gesellschaftlichen Diskurs, der weit über den Theaterabend hinausreicht.
Die vier Hauptveranstaltungen können einzeln oder als Gesamtpaket gebucht werden. Besonders attraktiv: Wer sich für die komplette Reihe entscheidet, erhält einen satten Rabatt von 50 Prozent auf eine Theaterkarte der Kategorie 2 zur Aufführung am 4. Mai. Interessierte sollten allerdings nicht zu lange zögern – der Anmeldeschluss für dieses Angebot ist bereits der 24. März 2025.
In einer Zeit, in der digitale Technologien unsere Lebenswelt radikal verändern, bietet diese theatral-bildungspolitische Allianz einen Raum für Reflexion, kritisches Denken und gemeinsames Erleben. Vielleicht ist gerade das die Revolution, die wir brauchen: Eine (R)Evolution des Miteinanders, des gemeinsamen Lernens und der kreativen Auseinandersetzung mit den drängenden Fragen unserer Zeit.
Alle Details zu den Veranstaltungen finden Interessierte unter http://www.vhs-fuerth.de/theater oder hier auf der Website des Stadttheater Fürth.
Die beklemmende Aktualität von „Der Trafikant“ – Im Jahrhundertschritt durch die Zeit
Theater sind langsame Tanker. Und nicht immer weiß man, wo die Reise (gesellschaftspolitisch) hingeht, wenn – meistens über eineinhalb Jahre im Voraus – eine Spielzeit geplant wird.
Bei den Proben zu Robert Seethalers „Der Trafikant“ allerdings haben uns die Ereignisse der letzten Wochen und Monate (rechts) überholt: Neuer-alter Antisemitismus, vorgezogene Bundestagswahl, die Ergebnisse der Wahl in Österreich und das Ringen um eine Koalition. Es ist viel passiert …
Am heutigen Freitag schauen wir daher nicht nur auf Österreich in den späten 1930er Jahren, sondern werfen mehr noch als sonst im Theater einen wachen Blick auf unsere Gegenwart.
Die Geschichte des jungen Franz Huchel, der im Spätsommer 1937 aus dem beschaulichen Dorf in die Großstadt Wien kommt, während um ihn herum der Nationalsozialismus erstarkt, erzählt mehr als nur Zeithistorisches.
Eine zentrale Rolle im Stück nimmt die historische Figur Sigmund Freud ein. Der Begründer der Psychoanalyse, selbst Jude und später zur Emigration gezwungen, wird zum wichtigen Gesprächspartner und geistigen Mentor des jungen Franz. In ihren Dialogen spiegeln sich die existenziellen Fragen einer Gesellschaft am Abgrund:
FRANZ Ich frage mich gerade, was meine dummen, kleinen Sorgen überhaupt für eine Berechtigung haben, neben diesen ganzen verrückten Weltgeschehnissen.
FREUD Erstens sind Sorgen in Bezug auf Frauen zwar meistens dumm, aber selten klein. Und zweitens könnte man die Frage auch andersrum stellen: Was hat dieses ganze verrückte Weltgeschehen überhaupt für eine Berechtigung neben deinen Sorgen?
Freuds eigenes Schicksal – vom gefeierten Wissenschaftler zum Verfolgten, der schließlich ins Exil fliehen muss – steht exemplarisch für das Schicksal jüdischer Intellektueller im Nationalsozialismus. Seine ruhige Würde und sein unerschütterlicher Humanismus inmitten zunehmender Barbarei verkörpern jene geistigen Werte, die immer wieder aufs Neue verteidigt werden wollen.
Auch die Figur des Otto Trsnjek, des Trafikanten, dessen Schicksal exemplarisch für die Ausgrenzung und Verfolgung Andersdenkender steht, mahnt uns, wachsam zu bleiben. Seine Worte klingen wie ein Echo aus der Vergangenheit, das in unsere Gegenwart hallt:
„Einer hat Blut an den Händen, und die anderen stehen da und sagen nix. So ist es immer. So ist es immer, so war es immer und so wird es immer sein.“
In einer Zeit, in der wieder offen mit antisemitischen und fremdenfeindlichen Parolen Politik gemacht wird, ist „Der Trafikant“ mehr als historischer Stoff – er ist dringende Warnung.
Besonders treffend erscheint auch Trsnjeks leidenschaftliches Plädoyer für eine informierte Öffentlichkeit:
„Die Zeitungslektüre ist nämlich überhaupt das einzig Wichtige, das einzig Bedeutsame und Relevante am Trafikantendasein; keine Zeitung zu lesen hieße, kein Trafikant zu sein; wenn nicht gar: kein Mensch zu sein. Das Zeitungsgeschäft bildet das Kerngeschäft jeder ernstzunehmenden Trafik, und der Kunde möchte dementsprechend vom Trafikanten beraten, informiert und mit sanftem Nachdruck oder mit nachdrücklicher Sanftmut an das für ihn einzig angemessene Blatt herangeführt werden.“
Diese Worte gewinnen in Zeiten von Fake News und Echokammern eine geradezu prophetische Bedeutung. Die kritische Auseinandersetzung mit Medien und der Zugang zu verlässlichen Informationen ist seit Menschengedenken Thema und Politikum – und scheint doch in einer Welt, die nicht nur Zeitung und Radio als Informationsquelle kennt, noch einmal wichtiger geworden zu sein.
Betrachtet man die Inszenierung von „Der Trafikant“ im breiteren kunsthistorischen Kontext, drängt sich ein Vergleich mit Wolfgang Mattheuers berühmter Bronzeplastik „Jahrhundertschritt“ von 1984 auf. Diese u. a. vor dem Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig stehende Skulptur zeigt eine zerrissene Figur – rechte Hand zum Hitlergruß erhoben, linke zur Arbeiterfaust geballt, ein klaffender Riss in der Brust. Mattheuer schuf hier eine „Albtraumfigur“, die den inneren Konflikt einer von totalitären Ideologien zerrissenen Gesellschaft verkörpert.
Ähnlich wie diese „verkörperte Absurdität“ zwischen Faschismus und Kommunismus gefangen ist, schildert „Der Trafikant“ Menschen im Spannungsfeld zwischen Anpassung, Mitläufertum und Widerstand. Die zerklüftete Gestalt des „Jahrhundertschritts“ mit ihrem eingezogenen, winzigen Kopf – Symbol für die Dominanz körperlicher Gewalt über den Intellekt – findet ihre literarische Entsprechung in Seethalers Charakteren, die in einer Welt zunehmender Verrohung um ihre geistige Integrität ringen. Trsnjeks Weigerung, „mitzutanzen“, verkörpert jenen geistigen Widerstand, den Mattheuer in seiner paradoxen „Jahrhundertmetapher“ als verloren beklagt.
Unser Ensemble stellt sich auf künstlerische Weise der Herausforderung, die subtilen Mechanismen der Machtübernahme und dem Ringen um Haltung sichtbar zu machen. Die Inszenierung verknüpft behutsam die historischen Ereignisse mit aktuellen Bezügen, ohne belehren zu wollen. Sie lädt zum Nachdenken ein: Wie hätte ich mich verhalten? Und wichtiger noch: Wie verhalte ich mich heute?
Karten gibt für die Premiere am 07.03. und die weiteren Vorstellungen bis zum 15.03.2025 gibt es unter:
Vorverkaufskasse: Telefon 0911/974 24-00 | E-Mail theaterkasse@fuerth.de oder im Webshop.
Spezialisten: Die WG-Party im Stadttheater
FÜRTHER BEGEGNUNGEN, LEIDENSCHAFTEN, EINBLICKE
Ein Late-Night-Gespräch mit spannenden Menschen aus der Stadt, die Sie vielleicht noch nicht kennen – aber unbedingt kennenlernen sollten!
01.03.2025 | 21.00 Uhr | Nachtschwärmer-Foyer | Stadttheater Fürth
Wissen Sie, was das Beste an jeder Party ist? Richtig – wenn alle irgendwann in der Küche landen und die wirklich guten Gespräche beginnen! Genau diesen Moment haben wir für Sie eingefangen und auf die kleinste Bühne im Stadttheater geholt.
DIE KÜCHE IST ERÖFFNET!
Was passiert, wenn ein Bestatter, der auf TikTok mehr Follower hat als so mancher Popstar, auf das Fürther Christkind trifft, das nebenbei ein florierendes Prinzessinnen-Imperium aufbaut? Und was, wenn dann noch eine Buchhändlerin dazukommt, die mehr Geschichten kennt als die Stadtbibliothek Regale hat?
Ein Abend, der beweist: Die spannendsten Leute wohnen direkt neben Ihnen in Fürth!
UNSERE KÜCHENGÄSTE:
Luis Bauer – Deutschlands jüngster Bestatter, der auf TikTok zeigt, dass der letzte Weg durchaus stilvoll sein kann
Alina Pförtner – in den letzten beiden Wintern tagsüber Fürther Christkind, abends Chefin von „Märchenprinzessin Events“ – und jederzeit bereit, aus jedem grauen Alltag ein glitzerndes Märchen zu machen
Jana Brammer – Hüterin literarischer Schätze und Inhaberin des Büchercafés "Calibri", wo der Kaffee genauso stark ist wie die Buchtipps
WAS SIE ERWARTET:
- Einblicke hinter die Kulissen der ungewöhnlichsten Berufe
- Die Kunst des fränkischen Humors: Tiefgründig und leicht zugleich
- Anekdoten, die Sie garantiert noch nie gehört haben (und vielleicht auch nie wieder hören werden)
- Die typisch fränkische Mischung aus "Des is fei ernst!" und "Hauptsach', die Gaudi stimmt!"
Gastgeber: Udo Eidinger, Dramaturg am Stadttheater Fürth und semi-professioneller Küchenpsychologe
Eintritt frei! (Wo gibt's das heute noch?)
Getränke und Snacks (weil man in einer Küche selbstverständlich auch was zu trinken und zu knabbern braucht)
Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, dabei zu sein, wenn interessante Persönlichkeiten aus dem Nähkästchen plaudern!
Zwischen harten Fakten und Unterhaltung: Der Politik- und Wirtschaftsthriller „Cum-Ex Papers“
Tagsüber in die Wahlkabine und abends ins Theater: Am kommenden Wochenende kommt das mit dem Theaterpreis „Faust“ in der Kategorie „Regie Schauspiel“ ausgezeichnete Schauspiel „Cum-Ex Papers“ ins Stadttheater Fürth. Erleben Sie am 22. und 23. Februar 2025, jeweils um 19.30 Uhr, einen unglaublich spannenden Theaterabend zwischen Dokumentation und Fiktion, harten Fakten und Unterhaltung, der den gigantischen Steuerdiebstahl durch Cum-Ex-Geschäfte greifbar macht und hinter die Fassade des entfesselten Finanzwesens blicken lässt.
Hier gibt Ihnen der Regisseur des Stücks, Helge Schmidt, interessante Einblicke in den Entstehungsprozess und die Bedeutung dieses Schauspiels …
1. Der Stoff, einer der größten Finanzskandale der vergangenen Jahrzehnte, ist ja kein klassischer Theaterstoff – oder gerade doch? Wie bist Du darauf gekommen, ein Stück über „Cum-Ex“ zu machen?
Es ist kein klassischer Theaterstoff, in dem Sinne, dass es kein Stück dazu gibt. Ansonsten bietet das Thema schon viel, was ein guter Theaterabend braucht – Fallhöhe, Geheimnisse, Schuldfragen, Opfer und Täter. Aber davon mal abgesehen, bin ich ja der Meinung, dass wir einfach die Themen auf die Bühne stellen sollten, die uns als Theatermacher*innen und als Gesellschaft umtreiben. Das tolle an unserem Medium ist doch, dass im Grunde alles möglich ist und ich bin davon überzeugt, dass sich nicht alles „über Bande" und den Kanon erzählen lässt.
Ich habe einen großen Artikel in der Zeit zum Thema Cum-Ex gelesen, das war 2017. Und eigentlich wundert man sich kurz, wieso ein Raub – Steuergeld, das sie nie gezahlt haben, wird für überreiche Investoren, Banken und Juristen zur Beute, wieso nehmen wir das hin? Wie kann man diese Geschichte so erzählen, dass wir sie nicht nur verstehen, sondern so, dass sie was mit uns macht? Das war der Anfang.
2. Die Produktion bewegt sich zwischen Dokumentation und Fiktion. In welcher Theatertradition siehst Du Dein Stück – ist es klassisches Dokumentartheater oder entwickelst Du diese Form weiter?
Naja, das ist ja ein bisschen schwierig sich in eine Tradition einzuordnen, weil man ja nicht hingeht und sagt, jetzt mache ich mal Dokumentartheater und denke das neu. Es war ja auch nie weg. Du hast schon recht, dass es Dokumentartheater ist – es basiert auf Fakten und Texten, die bereits recherchiert waren. Wir machen daraus dann Theater. Und dass sich eine Form mit der Zeit, mit den technischen Möglichkeiten, mit den Sehgewohnheiten auch verändert, erscheint mir nur natürlich.
Ich denke, was unsere Arbeiten ein Stück weit von dokumentarischen Traditionen trennt, ist die Tatsache, dass wir eine Haltung einnehmen.
3. Der Cum-Ex-Skandal ist hochkomplex. Welche besonderen Herausforderungen gab es bei der theatralen Übersetzung dieser verschachtelten Finanzthematik für ein breites Publikum?
Mit dem Mythos, der Cum-Ex-Skandal sei so komplex, müssen wir aufräumen. Das ist ein Narrativ, das von den Tätern erfunden wurde und nur ihnen nützt.
Es ist richtig, sich auch die staatlichen Stellen anzugucken und die Strukturen, aber der Tatbestand, den wir hier vorliegen haben, ist der: Eine Steuer, die niemals abgeführt wurde, wird erstattet. Das ist der Gewinn, die Aktien dabei werden ohne jedes Risiko gehandelt und sind nur das Vehikel. Das war zu jeder Zeit illegal und das haben die Prozesse und Urteile der letzten Monate und Jahre auch gezeigt. Dennoch stellt sich natürlich die Frage, wie wir das Thema einem Publikum präsentieren. Wir haben uns für das Zitieren von bekannten Erzählmustern – dem Wirtschaftsthriller, dem Bildungsroman – entschieden, um in bekannten Erzählstrukturen Themen zu erklären.
4. Theater wird oft eine aufklärerische Funktion zugeschrieben. Inwiefern siehst Du diese Tradition als relevant für zeitgenössisches Theater an – muss gutes Theater aufklären?
Ich habe auf jeden Fall eine echte Allergie dagegen, dass es das nicht darf. „Von oben herab predigen" – ich weiß schon, was damit gemeint ist, aber hey: Wir machen subventionierte Kunst. Deren Funktion kann nicht, zumindest nicht nur, in der Unterhaltung und dem Pflegen eines (überholten) Literaturkanons liegen. Wie sollen Theater lebendige Orte in einer Stadtgesellschaft sein, wenn wir uns nur im Gestern bewegen? Der herausragende Erfolg gerade beim Publikum zeigt ja, dass Menschen Lust auf die Auseinandersetzung haben und gerne lernen wollen.
Das Thema Cum-Ex kam uns zu kurz. Deswegen haben wir uns den Auftrag gegeben, ihm eine Bühne zu geben. Dafür haben wir Fördergeld in einem SPD-regierten Bundesland erhalten. Das ist das Wesen der Demokratie.
5. Hat die intensive Beschäftigung mit dem Cum-Ex-Skandal während der Arbeit am Stück Deine persönliche Sicht auf unser politisches und wirtschaftliches System verändert?
Wir haben nach Cum-Ex Papers ja noch „Tax for Free" gemacht, um die politische Dimension – gerade um Olaf Scholz und Peter Teschentscher – aufzuarbeiten. Wir haben es mit keiner Verschwörung zu tun. Aber die Nähe von Politik und Wirtschaft ist in vielen Bereichen zu groß. Herr Merz kann davon noch mehr erzählen.
Preisverleihung: Musical Award für unsere Koproduktion „Dear Evan Hansen"
Gestern fand die festliche Gala zur Verleihung des ersten Deutschsprachigen Musical Awards 2024 des Magazins blickpunkt musical im Deutschen Theater München statt. Die Gewinnerproduktionen waren jeweils mit einer wunderbaren Liederauswahl vertreten – was für ein bunter und feierlicher Abend!
Wir könnten glücklicher nicht sein, dass unsere Musical-Koproduktion mit dem Musical Frühling in Gmunden „Dear Evan Hansen“ dort in der Kategorie „Beste Deutschsprachige Erstaufführung 2024“ ausgezeichnet worden ist! Das Gesamtergebnis setzt sich aus ganzen 20.332 Zuschauerstimmen, 436 Fachstimmen und 58 Redaktionsstimmen des Magazins zusammen. Vor allem der große Publikumszuspruch durch alle Altersschichten hindurch und die lieben, berührenden Worte zu „Dear Evan Hansen“ sind eine große Motivation für uns!
„Wir fühlen uns in unserer Arbeit darin bestätigt, dass es lohnenswert ist, auch ernste Themen in einem Musical darstellen zu können. Das Stadttheater Fürth nimmt diesen Preis als Ansporn dafür, auch zukünftig Musicalproduktionen mit, auf den ersten Blick, ungewöhnlichen Themen auf den Spielplan zu setzen und Maßstäbe in der deutschen Musical-Landschaft zu setzen.“, resümierte unsere Intendantin Dr. Silvia Stolz.
An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal bei allen Beteiligten auf, hinter und neben der Bühne, die diese nun auch preisgekrönte Produktion möglich gemacht haben!
Auf dem Foto zu sehen sind: Jürgen Goriup (Musikalische Leitung), Markus Olzinger (Regie & Bühnenbild), Dr. Silvia Stolz (Intendantin Stadttheater Fürth), Denis Riffel (Hauptdarsteller)
Zwischen Zeitungslektüre und Zeitgeist: „Der Trafikant" startet in die Proben
Mit „Der Trafikant" nach Robert Seethalers gleichnamigem Erfolgsroman bringt das Stadttheater Fürth eine Geschichte auf die Bühne, die aktueller nicht sein könnte. Seit dem 20. Januar wird unter der Regie von Thomas Ladwig an dieser bewegenden Erzählung gearbeitet, die uns in das Wien des Jahres 1937 entführt – und dabei erschreckend gegenwärtige Fragen aufwirft.
Im Zentrum steht der junge Franz Huchel, der als Lehrling in einer Trafik – einem Tabak- und Zeitungsgeschäft – seine ersten Schritte in der Großstadt macht. In einer Zeit, in der die Nationalsozialisten auf dem Vormarsch sind und Propaganda die Medien beherrscht, muss Franz seinen eigenen Weg finden. Seine Begegnungen mit dem Psychoanalytiker Sigmund Freud und die Verliebtheit in die geheimnisvolle Tänzerin Anezka werfen ihn in ein Meer von Fragen: Was ist Wahrheit? Was ist Liebe? Und wie bewahrt man seine Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten?
Die Inszenierung schlägt dabei gekonnt die Brücke in unsere Gegenwart: In einer Welt von Social Media, Fake News und sich ständig wandelnden „Wahrheiten" sind Franz' Erfahrungen frappierend aktuell. Wie er damals feststellt: „Die Wahrheit der Morgenausgabe ist praktisch die Lüge der Abendausgabe" – ein Satz, der in Zeiten von X, Instagram und TikTok eine neue Dimension erhält.
Unter der künstlerischen Leitung von Thomas Ladwig, mit Bühne und Kostümen von Ulrich Leitner und Musik von Juri Kannheiser, verspricht diese Produktion eine poetische und zugleich mahnende Zeitreise zu werden. Das Ensemble des Stadttheaters Fürth wird gemeinsam mit Gästen diese Geschichte über Freundschaft, Menschlichkeit und den Mut zum aufrechten Gang erzählen.
Die Premiere findet am 7. März 2025 um 19:30 Uhr im Großen Haus des Stadttheaters Fürth statt.
Karten gibt es übrigens bereits jetzt unter
Vorverkaufskasse: Telefon 0911/974 24-00 | E-Mail theaterkasse@fuerth.de oder im Webshop.
Weitere Infos zum Stück erhalten Sie hier.
Schwarmgeist und Zukunftsvisionen: Workshop zur kommenden Inszenierung „(R)Evolution“
Am ersten Februarsonntag fand am Stadttheater Fürth ein Kennenlernworkshop statt, der die Grenzen zwischen Mensch und Technologie auslotete. 16 Bürgerinnen und Bürger trafen sich, um eventuell einen ganz besonderen Part in der kommenden Produktion „(R)Evolution“ zu verkörpern: Einen „KI-Schwarm“ namens Alecto …
Regisseurin Christina Gegenbauer und Choreograf Paul Hess leiteten die Teilnehmenden durch improvisierte Bewegungsstudien, die Synchronizität und kollektive Dynamik erkunden. Wie bewegt sich ein Schwarm? Wie kommunizieren Menschen als eine Art lebendiger Algorithmus? Diese spannenden Fragen standen im Mittelpunkt des Workshops.
Das Stück von Yael Ronen und Dimitrij Schaad, inspiriert von Yuval Noah Hararis kritischem Blick auf unsere technologische Zukunft, verspricht in der Fürther Eigenproduktion ein intensives theatrales Erlebnis zu werden. Am 2. Mai 2025 heißt es im Großen Haus: Willkommen in einer Welt zwischen Utopie und Dystopie!
Neugierig geworden? Die Premiere von „(R)Evolution“ wirft einen scharf beobachtenden Blick auf unsere digitale Gegenwart und Zukunft, bei der Künstliche Intelligenz eine – im wahrsten Sinne des Wortes – besondere Rolle spielen wird.
Habt ihr selbst schon verblüffende oder verstörende Erfahrungen mit KI gemacht? Oder benutzt ihr Siri, Alexa, ChatGPT & Co nur zum Ansagen der Uhrzeit?
Schreibt uns eure Erlebnisse rund um KI an udo.eidinger@fuerth.de (Dramaturgie).
Karten gibt es übrigens bereits jetzt unter
Vorverkaufskasse: Telefon 0911/974 24-00 | E-Mail theaterkasse@fuerth.de oder im Webshop.
Willkommen zum 1. „Bretterbericht“ der Spielzeit!
Die eine oder der andere hatte sich ja schon gewundert … „Wo ist denn der ‚Bretterbericht‘ geblieben?“
Voilà: hier ist er! Als digitaler Nachwuchs des traditionsreichen Heftes wird er ab sofort wieder Einblicke in das Bühnengeschehen am Stadttheater geben. Neben Hintergrundberichten, Interviews mit den Künstler*innen oder seltenen Probeneinblicken sollen ab sofort auch Audiobeiträge und kurze Videos den Blick hinter die Kulissen bereichern.
Für den ersten „Bericht“ haben wir Iris Fedrizzi fünf Fragen gestellt.
Iris ist Autorin und Dramaturgin und hat schon mehrere Kinderbücher und Drehbücher für Kinderfilme geschrieben.
Im CalmeMara-Verlag ist ihr Kinderbuch „Das Ei mit dem Knacks“ erschienen, das am 19. Januar 2025 unter der Regie von Maya Fanke bei uns im Nachtschwärmer-Foyer seine umjubelte Uraufführung gefeiert hat.
Von Iris wollten wir wissen …
Was hat Dich dazu inspiriert, ausgerechnet ein Ei mit einem Knacks zur Hauptfigur Ihrer Geschichte zu machen?
Ich wollte eine Ostergeschichte schreiben. Und da ich Dinge gerne aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchte, habe ich mich entschieden, nicht das Naheliegendste zu wählen und einen Osterhasen als Hauptfigur zu etablieren, sondern ein Ei. Eier haben in den meisten Ostergeschichten keine aktive Rolle. Warum nicht mal aus ihrer Perspektive erzählen? Das Ei gefällt mir auch als Symbol für Wiedergeburt und Neuanfang. In einigen Schöpfungsmythen entsteht die ganze Welt aus einem Ei. Da steckt viel drin.
Da Eier so zerbrechlich sind, lag es nahe, dass das Ei auch einen Knacks haben könnte. Während der weiteren Entwicklung empfand ich dann den Knacks am interessantesten und machte ihn zum Thema der Geschichte. Letztendlich funktioniert die Aussage nun auch ganz ohne Ostern und Osterhäsin.
Du vermittelst Kindern mit Deinen Büchern tiefgründige Gedanken auf leichte Art: Inwiefern inspiriert Dich für Deine Motive und Themen das echte Leben?
Das echte Leben ist eine einzige Inspirationsquelle. Von überallher kommen Eindrücke, die zu Ideen werden. Das Schöne am Autor*innenberuf ist, dass ich daraus wieder etwas Neues entstehen lasse.
Eine unerschöpfliche Inspirationsquelle sind, neben anderem, auch meine eigenen Kinder − ihre Fragen, ihre Interaktion, ihre Art und Weise, mit Hindernissen umzugehen − aber natürlich auch meine eigenen Erfahrungen, die ich als Kind oder Erwachsene gemacht habe; wie ich Gefühle wahrnehme und mit ihnen umgehe.
Wenn mich ein Thema besonders anspricht, versuche ich, es für meine Geschichte auf eine bildliche Ebene zu bringen, um so komplexe Zusammenhänge auch für sehr junge Kinder erfahrbar und begreiflich zu machen.
Die Schnecke Kintsugi spielt eine besondere Rolle in der Geschichte: Wie kamst Du auf diesen Charakter mit seiner besonderen Bedeutung?
Die Schnecke Kintsugi setzt das zerbrochene Ei in der Geschichte wieder zusammen.
Als ich mir für das Buch ein Ei mit einem Knacks überlegt hatte, entstanden bei mir durch die Risse in der Eierschale ganz schnell Bilder von gesprungenem Porzellan, das durch die japanische Reparaturtechnik des Kintsugi mit Goldlack wieder zusammengefügt wurde. Anstatt Macken zu verstecken, werden sie in der Kintsugi-Technik extra hervorgehoben und verleihen dem beschädigten Keramikstück einen neuen Wert.
Ich mag diese Herangehensweise an das Leben. Jeder Riss erzählt etwas - wir tragen alle unsere Geschichten mit uns herum - bei manchen sieht man sie direkt an der Oberfläche, bei anderen liegen sie unter der Schale.
Was möchtest Du den kleinen und großen Leser*innen mit auf den Weg geben, wenn sie die letzte Seite des Buches zuschlagen?
Es ist nicht das Ziel, ohne Fehler und Misserfolge durchs Leben zu gehen. Oft sind gerade die Momente, die dich straucheln lassen, die wertvollen, an denen du wächst.
Ist es etwas anderes für Kinder zu schreiben, die noch nicht Lesen gelernt haben, als für Kinder oder Erwachsene, die die Geschichte selber lesen könn(t)en?
Das Alter der Kinder macht natürlich einen großen Unterschied beim Schreiben. Ausschlaggebend dafür sind die unterschiedlichen Erfahrungswelten und Entwicklungsstufen, in denen die Kinder sich befinden. Dazu gehört auch die Lesekompetenz, sie ist jedoch nicht der Hauptaspekt. Ein Kindergartenkind macht andere Erfahrungen als ein Schulkind. Es gibt verschiedene Entwicklungsphasen, in denen andere Themen und andere Bindungen von Bedeutung sind. Das hinterfrage ich vor jedem neuen Projekt. Ich fordere Kinder auch gerne heraus – egal, wie jung sie sind. In erster Linie sollen die Geschichten den Kindern Spaß machen, aber ich freue mich, wenn auch noch eine tiefere Bedeutung dabei rumkommt.


















