Dialog für Demokratie und Zuversicht
Vortrag von Peter Sloterdijk mit anschließendem Gespräch mit Adam Soboczynski
15.10.2026 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Was, wenn der allgegenwärtige Pessimismus das eigentliche Problem ist? Peter
Sloterdijk, einer der streitbarsten Denker Europas, hat darauf eine ebenso un
bequeme wie befreiende Antwort: Wer das Düstere zur letzten Weisheit erklärt,
will die Welt nicht mehr verändern – nur noch ertragen. Seit seiner legendä
ren „Kritik der zynischen Vernunft“ provoziert Sloterdijk mit Vergnügen jene
Denkgewohnheiten, die uns in der Krise festhalten, statt uns aus ihr heraus
zuführen. Sein Gegenentwurf ist kein naiver Fortschrittsglaube, sondern ein
refl ektierter Optimismus: der Mensch als Gestalter seiner eigenen Fähigkeiten,
seiner Gegenwart und seiner Zukunft. Wo andere klagen, öffnet Sloterdijk
neue Räume für Zuversicht.
Der vielfach ausgezeichnete Philosoph – u. a. mit dem Ludwig-Börne-Preis
oder Sigmund-Freud-Preis – moderierte von 2002 bis 2012 zusammen mit Rü
diger Safranski „Das Philosophische Quartett“ im ZDF und hielt 2024 eine
vielbeachtete Vorlesungsreihe am Pariser Collège de France in der Tradition
von Henri Bergson, Michel Foucault und Jürgen Habermas. Im Anschluss an
seinen Vortrag spricht Peter Sloterdijk mit dem Journalisten und Literaturchef
der Wochenzeitung DIE ZEIT, Adam Soboczynski.
Die Spielzeit des Stadttheater Fürth stellt in ihren Eigenproduktionen Figu
ren in existenziellen Ausnahmesituationen ins Zentrum – und erzählt zugleich
vom Aufbruch ins Ungewisse. Sloterdijks Plädoyer für Zuversicht bildet dazu
den gedanklichen Auftakt.
Ein Abend, der den Kopf fordert und die Haltung stärkt.
„Vorsicht: Pessimismus!“
Peter Sloterdijk
