Der Menschenfeind
Gesellschaftskomödie von Molière
Ab 30.06.2027 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
Deutsch von Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens | Schauspiel-Abo
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Alceste liebt Célimène, doch die junge Witwe hält ihn immer wieder hin. Ungeduldig sucht er ihr Haus auf, um ein klares Bekenntnis zu erhalten. Dort trifft er auf Freunde und Rivalen aus der höfischen Gesellschaft. Deren Affektiertheit lehnt Alceste jedoch als verlogen und geheuchelt ab. Er ist daher als ein anstrengender, scharfsinniger und witziger Charakter bekannt, wohlhabend, aber voller Abneigung gegen eine Welt, der er gleichzeitig angehört.
Anne Lenks Inszenierung entfaltet sich als sprühende, unterhaltsame Gesellschaftskomödie, deren zeitlose Wirkung über die Epochen hinweg spürbar ist.
Die Inszenierung wurde 2020 mit dem Friedrich-Luft-Preis ausgezeichnet und erhielt Einladungen zum Hamburger Theater-Festival sowie zum renommierten Berliner Theatertreffen. In der Begründung der Jury heißt es: „Der Menschenfeind“ am Deutschen Theater Berlin ist eine Klassiker-Inszenierung, die ihren Stoff ernst nimmt, historische Bezüge herstellt und ihn zugleich entschieden ins Heute holt (…). Wie Franziska Machens sich hier die Hauptrolle erspielt, lässig und hypnotisch zugleich, ist großartig. Ulrich Matthes verleiht seinem Alceste menschliche Tiefe – die Tragik, dass die beiden nicht aus ihrer Haut können oder wollen, grundiert den Abend schwarz. (…) Hinter der Komik findet Lenk Individuen in all ihrer Zerrissenheit, in all ihrer Wahrheit.
Ein Abend, der sich – auch wegen der exquisiten Ausstattung – ebenso als Parabel auf das Versailles Ludwigs XIV. lesen lässt wie auf das Heute.
Friedrich-Luft-Preis 2020
Eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2020 als eine der 10 herausragendsten Inszenierungen des Jahres!
„Ein klug austarierter, kurzweiliger Abend mit grandiosen Schauspielern und rasanten Wortgefechten.“
taz
Deutsches Theater Berlin
Inszenierung: Anne Lenk
Bühne: Florian Lösche
Kostüme: Sibylle Wallum
Musik: Camil Jammal
Mit:Ulrich Matthes, Manuel Harder, Franziska Machens, Svenja Liesau, Natali Seelig, Janek Maudrich, Caner Sunar, Andri Schenardi
