Heimsuchung
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Heimsuchung

Live-Hörspiel nach dem Roman von Jenny Erpenbeck

Premiere am 08.05.2026 | 19.00 Uhr | Kulturforum Fürth | Kleiner Saal

AB
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Krankheitsbedingt müssen alle Vorstellungen von „Heimsuchung“ im Kulturforum in dieser Spielzeit leider entfallen. Betroffen sind die Vorstellungen am 13., 14. und 15. Mai 2026.

Bereits erworbene Eintrittskarten können an der jeweiligen Vorverkaufsstelle zurückgegeben werden, an der sie gekauft wurden.

„Heimsuchung“ wird in der kommenden Spielzeit erneut vom 9. bis 15. April 2027 im Kulturforum zu sehen sein.

Wir bedauern die kurzfristige Absage sehr und danken für Ihr Verständnis.



Ein Haus am Ufer eines märkischen Sees wird zum stillen Zeugen deutscher Geschichte. Von den goldenen 20ern bis in die Gegenwart spiegelt sich im Schicksal dieses einen Grundstücks ein ganzes Jahrhundert wider: der Architekt, der in den 50ern in den Westen flieht; der jüdische Tuchhändler, dessen Besitz wertlos wird; die Schriftstellerin, die in den 70er-Jahren der DDR ihre Enkelin im „volkseigenen“ Garten spielen sieht. Jede*r Bewohner*in hinter lässt Spuren – manche sichtbar, andere verborgen wie die Erinnerungen der ermordeten Enkelin des Tuchhändlers oder der Rotarmist in der Kleiderkammer. Und über allem wacht der alterslose Gärtner, der den Garten über ein Jahrhundert pflegt, bis auch er verschwunden ist.
Als Live-Hörspiel erweckt unsere Inszenierung diese vielschichtigen Stimmen unmittelbar zum Leben. Die Klanglandschaft des Hauses, das Rauschen des Sees und die eindringlichen Monologe seiner Bewohner*innen verschmelzen zusammen zu einem akustischen Erlebnis, das die Grenzen zwischen Literatur und Theater aufhebt.
Jenny Erpenbeck zeichnet mit faszinierender Präzision Lebenswege nach, die durch die Verwerfungen des 20. Jahrhunderts geprägt wurden. In ihrem 2008 erschienenen Roman beweist die vielfach ausgezeichnete Autorin ihre außer gewöhnliche Fähigkeit, Geschichte durch individuelle Schicksale erfahrbar zu machen – verstörend, poetisch und nachhaltig.

Content Notes:
In der Inszenierung kommen Stroboskopeffekte sowie akustisch dargestellte Szenen von Gewalt und sexualisierter Gewalt vor. Zudem werden Themen aus der Zeit des Nationalsozialismus und des Holocaust verhandelt.

„Im Grunde fällt es ihr sogar leichter, fremd zu sein in der Fremde, weil das Fremdsein ihr so vertraut ist.“

Stadttheater Fürth

Inszenierung: Anna-Lena Kühner
Bühne: Andreas Braun
Kostüme: Anke Kreuzer-Scharnagl
Dramaturgie: Udo Eidinger

Mit: Boris Keil, Janina Zschernig, Jürgen Heimüller

Termine, Abos & Tickets

Fr 08.05.2026 19.00 Uhr
Sa 09.05.2026 18.00 Uhr
So 10.05.2026 18.00 Uhr
Di 12.05.2026 19.00 Uhr
Mi 13.05.2026 19.00 Uhr
Do 14.05.2026 19.00 Uhr
Fr 15.05.2026 19.00 Uhr