Nora oder Ein Puppenheim
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Ab 02.04.2027 | 19.30 Uhr | Stadttheater Fürth | Großes Haus
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Seit acht Jahren sind Nora und Torvald Helmer verheiratet, und nach außen hin scheint das Eheleben perfekt: drei Kinder sowie glänzende Karrierechancen für Torvald, der im neuen Jahr Bankdirektor werden soll. Während die Weihnachtsfeiertage bevorstehen, tauchen jedoch unerwartet alte Bekannte auf und bringen die gutbürgerliche Fassade zum Einsturz. In den ersten Jahren ihrer Ehe hatte Nora aus Verzweiflung eine Unterschrift auf einem Schuldschein gefälscht, um Torvald finanziell helfen zu können. Nun wird sie erpresst. Verstrickt in das Geflecht aus Abhängigkeiten und Intrigen sind der Rechtsanwalt Krogstad sowie Noras Jugendfreundin Kristine Linde. Beide versuchen, aus Torvalds wachsendem gesellschaftlichen Einfluss persönlichen Nutzen zu ziehen. Als Torvald schließlich von Noras Schuld erfährt, reagiert er nicht nur mit Vorwürfen und Demütigungen, sondern vor allem mit dem Wunsch, das Bild der intakten Ehe aufrechtzuerhalten. Nora erkennt zunehmend ihre eigene Rolle in einer von Männern und Karriereinteressen dominierten Welt. Ihr Zuhause „entpuppt“ sich als Puppenstube – eine Einsicht, die ihr Leben radikal verändern wird. Henrik Ibsens Drama „Ein Puppenheim“, in Deutschland als „Nora“ bekannt, gehört zu den zentralen Werken der Frauenemanzipation und hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren. Im Zentrum steht der Bruch mit bürgerlichen Konventionen und patriarchalen Strukturen – eine Rebellion, die auch heute noch dazu auffordert, unsere modernen Beziehungsmodelle und Rollenbilder kritisch zu hinterfragen.
Einführungen jeweils 19.00 Uhr (Premiere ausgenommen)
Exklusive Einblicke hinter die Kulissen: Zur Inszenierung wird in Kooperation mit der vhs Fürth eine Veranstaltungsreihe angeboten.
Stadttheater Fürth
Inszenierung: Krystyn Tuschhoff
Bühne & Kostüme: Anike Sedello
Musik: Clemens Giebel
Mit: Ensemble Stadttheater Fürth und Gäste
